Olga Fritzsche
Vielen Dank, Frau Präsidentin. Liebe Kolleginnen und Kollegen, ganz ehrlich, ich fühle mich ein bisschen hinter die Fichte geführt. Wenn wir uns genau angucken, was ist denn da eigentlich passiert? Da ist eine Veranstaltung nicht für die Sonntagsdurchführung, jedenfalls nicht für den Einsatz von Beschäftigten am Sonntag genehmigt gewesen. Und das hat die Behörde auch mitgeteilt, dass es nicht genehmigt wird. Und dann kommt sie angekündigt, das zu kontrollieren. Und dann beschwert sich der Veranstalter auch noch. Also ich ehrlich gesagt, mein Blutdruck schwillt nicht an bei der Tatsache, dass es nicht genehmigt wurde, sondern bei der Tatsache, dass es trotzdem durchgeführt wurde.Und nicht alleine, dass da 200 Beschäftigte an einem arbeitsfreien Tag arbeiten. Und dann, also die Behauptung, sowas würde ja vielleicht freiwillig möglich sein, würde ich auch gerne die Spitze abknapsen. Wer an freiwillige Sonntagsarbeit glaubt, der glaubt doch an Nikolaus. Der Schutz der Beschäftigten ist ja aus sehr guten Gründen gesetzlich festgeschrieben. Und es ist eigentlich überhaupt gar nicht hinzunehmen, dass dieser Veranstalter der Jobmesse da einfach nicht darauf achtet, dass die Behörde sagt, nee, das geht nicht und die Ausnahme ist nicht zulässig, sondern es einfach ignoriert und dann auch noch 60 Ausstellerinnen und Aussteller ins offene Messer laufen lässt, da aufzulaufen und ihre Beschäftigten hinzuhängen oder zumindest diese Kontrolle einfach durchlaufen zu lassen. Also sorry, aber irgendwie habe ich überhaupt gar kein Verständnis für diesen Antrag. Vielen Dank. Für mich ist so eine Kontrolle des Arbeitsschutzes auch am Sonntag bei dieser Gelegenheit ehrlich gesagt ein guter Grund, für Beschäftigte in Hamburg zu arbeiten. Hier scheint der Arbeitsschutz wenigstens manchmal richtig gut zu funktionieren.
