Katrin Schindele
Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Frau Ministerin, es gibt andere Sportveranstaltungen, z. B. die Special Olympics, die leider auch in Baden-Württemberg für nächstes Jahr abgesagt wurden. Da geht es eigentlich nur um 150 000, 200 000 €. Aber es ist eine Lücke entstanden, und deswegen wurde abgesagt. Vor allem für Menschen mit Handicap und geistiger Behinderung ist das ein superschlechtes Zeichen. Wie sehen Sie die Lage bei anderen Sportveranstaltungen? Gerade Inklusion ist ein großes Thema in Karlsruhe. Es geht um sehr viel Geld. Wie schätzen Sie die Lage ein, dass auch andere Veranstaltungen möglich bleiben? Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Theresa Schopper: Wir haben in diesem Jahr den Solidarpakt Sport auf den Weg gebracht und unterschrieben. Wir haben – das war mir persönlich auch sehr wichtig – zum ersten Mal für Special Olympics und den Sport für Menschen mit geistiger Behinderung einen Haushaltstitel innerhalb des Solidarpakts. Wir wissen, dass wir dort in der Infrastruktur noch nacharbeiten müssen. Wir sehen auch, dass die Fahrzeiten für Eltern, die ihre Kinder mit geistiger Behinderung ins Schwimmtraining bringen, oft immens lang sind. Für diese Kinder bringt das unglaublich viel. Ich appelliere immer wieder an den Landessportverband: Wir müssen auch inklusive Vereinsstrukturen aufbauen, sowohl für den Parasport als auch für die Special Olympics. Manches kann man bis zu einem bestimmten Zeitpunkt gemeinsam machen. Man muss es auch nicht immer exklusiv, sondern kann es auch inklusiv machen. Aber Niko Kappel sagt, er hat mit Fußballspielen angefangen, hat dann aber gleich gemerkt, dass das für ihn wahrscheinlich nichts wird. Heute trainiert er wieder gemeinsam mit den „normalen“ Kugelstoßern. Da müssen wir unsere Vereinsstrukturen gemeinsam mit den Sportverbänden entsprechend aufstellen. An dieser Stelle haben wir noch Hausaufgaben. Die Special Olympics waren dieses Jahr im Sommer im Saarland. Ehrlich gesagt: Dazu hatten wir keine Anfrage.
