Miguel Klauß
Sie sollten sich echt schämen! Sie haben es nicht verstanden!) Jüdische Menschen sind aber keine Statisten in Ihrem Kulturkampf gegen den Islam. Und wenn Sie es mit dem Kampf gegen Antisemitismus wirklich ernst meinen, dann fangen Sie in Ihren eigenen Reihen an. Da haben Sie wirklich genug zu tun. (Beifall bei der CDU, den Grünen und der SPD – Zu- ruf des Abg. Miguel Klauß AfD) Sehr geehrter Herr Fraktionsvorsitzender Schwarz, sehr geehrter Herr Fraktionsvorsitzender Binder, (Abg. Emil Sänze AfD: Wir haben keine Nachfolger der NSDAP in unseren Reihen!) liebe Kolleginnen und Kollegen von Grünen und SPD: (Abg. Sandro Scheer AfD: Die SPD sondiert mit Ju- denhassern, heute noch! – Gegenruf des Abg. Emil Sänze AfD: Heute noch! – Gegenruf der Abg. Carola Wolle AfD: Die Grünen auch!) Ich weiß, auch Ihnen liegt der Schutz jüdischen Lebens am Herzen. (Zuruf: Als ob!) Daran gibt es hier überhaupt gar keinen Zweifel. Wir sind uns da absolut einig, und für diese gemeinsame Grundhaltung bin ich Ihnen sehr dankbar. Aber die Vorwürfe gegen die Berliner Linken machen mich ehrlich gesagt fassungslos. Auf einer Wahlkampfbühne der Linken wird israelischen IDF-Soldaten der Tod gewünscht. Im Publikum wird dazu gesungen und getanzt. Mitglieder der Linken stellen die Existenz des Staates Israel offen infrage und posieren mit Israelhassern. Die ganze Partei driftet mit ihren neuen Mitgliedern immer weiter in den Antisemitismus und stellt ihn offen zur Schau. Auch deshalb hat der Zentralrat der Juden SPD und Grüne ausdrücklich aufgefordert, der Berliner Linken nicht ins Rote Rathaus zu verhelfen. Währenddessen betreibt ein Linken-Bundestagsabgeordneter mit besten Verbindungen zum Remmo-Clan Klientelpolitik für Clans und setzt sich aktiv gegen den Begriff „Clankriminalität“ ein – gegen den Begriff anstatt gegen die Clankriminalität an sich. Die Spitzenkandidatin der Linken für das Rote Rathaus war bis 2025 Mitglied der Roten Hilfe. Das ist ein Verein, den der Verfassungsschutz als eindeutig linksextremistisch einstuft und der sich u. a. mit RAF-Terroristen solidarisiert. Da frage ich mich schon – Grüne und SPD kämpfen hier mit uns glaubhaft für Menschenwürde, Demokratie und Rechtsstaat –: Wie können sich Ihre Berliner Parteifreunde dann mit einer Partei gemein machen, die alles hasst, was wir gemeinsam lieben?
