Dr. Natalie Pfau-Weller
Liebe Frau Präsidentin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Schade, dass meine Vorrednerin mir nicht zugehört hat, muss ich sagen. Sehr schade. Denn ich habe versucht, in meiner Rede vorhin genau das zu erklären. Punkt 1 war, dass die MIT schon eine Vereinigung der CDU ist. Das ist klar. Das bestreitet auch niemand. Aber wir beschäftigen uns mit jedem Antrag gleichermaßen auf dem Bundesparteitag. Ja, man hätte ihn in der Antragskommission ablehnen können. Das stimmt. Wir wollen aber die Debatte auf unserem Parteitag führen. Das war Punkt 1, den ich angesprochen habe. Punkt 2: Ich habe gesagt: Ich habe Vorschläge gebracht. Ich bin kein alter, grauer, weißer Mann, ich habe genau wie meine Kolleginnen und Kollegen genauso das gleiche Problem mit der Kinderbetreuung. Das habe ich auch ausgeführt. Ich habe versucht, auch Lösungen darzustellen. (Unruhe) Das Letzte noch – Thema Repräsentation –: Schauen wir uns doch komplett mal an! Wir sind überhaupt nicht repräsentativ, weder die Grünen (Beifall bei Abgeordneten der CDU) noch die CDU oder überhaupt eine Partei. Wir haben alle viel zu hohe Berufsabschlüsse (Lebhafte Unruhe bei der CDU) – okay, manche von uns –, manche haben zu viele, um repräsentativ zu sein. Wir haben viel zu wenig Personen mit Migrationshintergrund. (Beifall der Abg. Ayla Cataltepe CDU – Zurufe) – Ja, gut, super, aber wir sind trotzdem nicht repräsentativ für Baden-Württemberg. ode – 141. Sitzung – Donnerstag, 5. Februar 2026 (Zuruf des Abg. Daniel Lede Abal GRÜNE) – Ja, wir zwei haben natürlich die doppelte Staatsbürgerschaft, aber insgesamt haben wir viel zu wenig Migrationshintergrund, und wir repräsentieren hier einfach nicht die Gesellschaft. Deswegen: Das lasse ich hier nicht irgendwie als Vorwurf an unsere Fraktion gelten. Was wir wichtig finden, hat auch die Wirtschaftsministerin ausgeführt. Ich finde es sehr schade, am Ende der Legislatur nicht auf Positives zurückzuschauen und zu überlegen, wie wir noch besser werden und wie wir noch an den Punkten, die wir vorhin gemeinsam identifiziert haben, auf die auch die Kollegin Kliche-Behnke zu Recht hingewiesen hat, arbeiten, sondern dass wir jetzt diese letzte reguläre Sitzung einfach nur mit Bashing machen. Das finde ich wirklich sehr schade. (Abg. Andreas Deuschle CDU: Dann halt nicht! Kei- ne Lust mehr!) Deswegen habe ich mich noch einmal zu Wort gemeldet. (Beifall bei der CDU)
