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Dr. Wolfgang Reinhart

28.01.2026 Sitzungen 17/139

Herr Minister, ich will auf zwei Dinge hinweisen. Zum einen liegen Wortmeldungen für Zwischenfragen der Abg. Dr. Schweickert und Dr. Jung vor. Darüber hinaus hat sich für die Regierung noch Herr Staatssekretär Dr. Baumann gemeldet. (Abg. Andreas Deuschle CDU: Nein, jetzt reicht es mal! – Unruhe) Ich weise an dieser Stelle darauf hin, dass ich den Fraktionen nach der Geschäftsordnung eine Verlängerung der Redezeit um zwei Minuten geben muss. (Abg. Andreas Deuschle CDU: Das muss man aber auch mal ändern! Es kann doch nicht sein, dass die Regierung ohne Ende redet und wir fünf Minuten Reriode – 139. Sitzung – Mittwoch, 28. Januar 2026 dezeit haben! Ist das nicht geklärt, wer für die Landesregierung spricht? Dann sitzen wir noch bis 20 Uhr heute da!) Ich erteile Ihnen, Herr Minister, jetzt wieder das Wort, und Sie entscheiden, ob Sie die Zwischenfragen von Herrn Abg. Dr. Schweickert und Herrn Abg. Dr. Jung zulassen. Bitte sehr. Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauk: Ich lasse sie nicht zu. – Wir haben insgesamt 25 Millionen € investiert. Das Umweltministerium hat nun quasi über Nacht eine 180-Grad-Wende hingelegt, und plötzlich kommt es zunächst zum Schluss, den Wolf von der Hornisgrinde zum Abschuss freizugeben. Das wirft im Hinblick auf die zeitliche Abfolge einfach ein paar Fragen auf. Der angesprochene Wolf wurde erstmals 2024 von Menschen gesichtet und als problematisch eingestuft. Mehr als anderthalb Jahre nach der Einstufung als problematisch geschah gar nichts. Das Umweltministerium schaute zu – es war übrigens auch eine Ranzzeit dazwischen, letztes Jahr im Januar –, wartete ab und ließ den Wolf seine Kreise ziehen. Jetzt auf einmal wacht die Umweltministerin aus ihrem eigenen Märchen auf und veranlasst plötzlich den Abschuss des Wolfes. (Zurufe von den Grünen) – Na ja. Ich sage mal, die Ranzzeit gilt – – (Zurufe von den Grünen – Glocke des Präsidenten) Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Wenn man das im Interesse des Menschenschutzes hätte machen wollen, wäre der Zeitpunkt vor Beginn der Ranzzeit, also im November, Dezember gewesen. Wenn im Januar die Ranzzeit beginnt, dann ist jetzt, Ende Januar, als Zeitpunkt ein bisschen spät. Das muss man auch mal sagen. Aber egal. Jedenfalls kommt jetzt der Abschuss dieses Wolfes, und das, obwohl sich ein profunder Wolfsexperte des FVA-Wildtierinstituts erst am 14. Januar gegenüber der „Tagesschau“ wie folgt äußerte: Bei diesem speziellen Wolf – es war der Wolf von der Hornisgrinde gemeint – droht auch keine Gefahr. ... Alles, was wir über das Tier ... wissen, lässt keine gefährliche Situation erkennen. Da fragt man sich schon, was in den letzten Tagen passiert ist, dass der Wolf nun plötzlich geschossen werden soll. Noch einmal: Der Schutz des Menschen vor einem Wolf hat Priorität. Aber warum wurde dann nicht schon 2024 gehandelt? Warum wurde bis heute gewartet? Was ist jetzt bis heute vorgefallen, von dem wir nichts wissen? Oder ist der bevorstehende 8. März wiederum der wahre Grund für den Aktionismus? Aus internen Kreisen des Umweltministeriums hört man jedenfalls, dass die Wahl auf den Wolf von der Hornisgrinde gefallen sei, weil einfach ein Wolf entnommen werden müsse, und weil es aufgrund seiner Art mit ihm am ehesten klappen würde und nicht mit dem Rindermörder von Bernau (Minister Peter Hauk) (Heiterkeit der Abg. Dr. Hans-Ulrich Rülke und Ni- co Weinmann FDP/DVP) und auch nicht mit dem Schaf- und Ziegenmörder aus dem Murgtal. Ich betone es nochmals: Ich bin immer schon der Auffassung gewesen, dass dort, wo Wölfe Probleme machen, wo sie übergriffig werden, an der Entnahme kein Weg vorbeiführt. Erklären muss man jedoch, warum der Abschuss von Wölfen bei Übergriffen auch auf Weidetiere bisher nicht möglich war und offensichtlich bisher auch nicht möglich ist. (Abg. Dr. Erik Schweickert FDP/DVP: Unterlassung! – Zuruf von der FDP/DVP) Nach wie vor interessiert sich ja die Umweltministerin weder für die Weidebewirtschafter und deren seelische und finanzielle Schmerzen ... (Widerspruch bei den Grünen – Zuruf von den Grü- nen: Zurücktreten! – Weitere Zurufe – Glocke des Präsidenten)

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