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Dr. Wolfgang Reinhart

28.01.2026 Sitzungen 17/139

Herr Minister, Herr Abg. Dr. Jung möchte eine Zwischenfrage stellen. Lassen Sie die zu? Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauk: Nein. – Jetzt will ich zum Schluss, um das Thema einfach abzurunden, noch ein paar Takte zum Wolf sagen. Heute ging es ja um Biber und Saatkrähe. Aber nach der gestrigen Entscheidung des Umweltministeriums sollte heute, denke ich, auch noch mal der Wolf hier angesprochen werden. Seit Monaten und Jahren predigt die Umweltministerin gebetsmühlenartig, dass Wölfe dort entnommen werden müssen, wo sie tatsächlich Probleme bereiten: Probleme gegenüber Menschen, Probleme gegenüber Weidetieren, Probleme gegenüber der Landwirtschaft. Seit 2017 gab es bei uns im Land Wolfsrisse von drei Wölfen. Zum einen hat GW852, der Nachbarwolf von der Hornisgrinde in Forbach im Murgtal, 115 Tiere gerissen, vorwiegend Ziegen und Schafe. Zum anderen geht es um GW1129, den Schluchsee-Wolf, quasi den Rindermörder, der sich auf Kälber – – (Vereinzelt Heiterkeit) (Minister Peter Hauk) – Ja, das ist so. Der hat sich auf Rinder spezialisiert. Von ihm sind nachweislich 15 Tiere gerissen worden, ohne die mutmaßlichen Risse, die man ihm noch zuordnen müsste. Dann gibt es noch den zutraulichen Wolf GW2672m. Der hat bei zwei Übergriffen neun Schafe gerissen. (Zuruf des Abg. Martin Hahn GRÜNE) Bisher war von der Umweltministerin und im Übrigen auch vonseiten des NABU immer nur eine Verniedlichung des Wolfes zu hören. (Abg. Dr. Markus Rösler GRÜNE: Das ist doch völ- liger Quatsch!) Das war eine realitätsferne Beurteilung der Lage, und die mündete immer wieder in die Blockade sämtlicher Maßnahmen, die für ein vernünftiges Wolfsmanagement erforderlich sind, nach dem Motto: „Das sind ja nur drei Wölfe. Das ist ja bei uns überhaupt kein Problem.“ (Zuruf des Abg. Dr. Christian Jung FDP/DVP) Nach dem Prinzip „Koste es, was es wolle“ haben wir bisher in Baden-Württemberg mehr als 25 Millionen € an öffentlichen Geldern in Herdenschutzmaßnahmen investiert – ohne die Anstrengungen der Landwirte. Ich kann nur empfehlen, mal mit dem Stickel in der Hand auf die flachgründigen Böden in den Hängen hochzusteigen und Zäune aufzustellen. Und dann wird bei GW852, der zig Übergriffe gemacht hat, (Glocke des Präsidenten) noch festgestellt, (Glocke des Präsidenten) dass der Zaun nicht auf einem Felsen steht, sondern unterhalb eines Felsens, und deshalb der Zaun nicht wolfssicher war, obwohl der Wolf gar nicht drübergesprungen ist, aber über den Fels springen könnte. (Glocke des Präsidenten) Da muss ich doch sagen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, das ist doch abstrus. Ein solches Herdenschutzmanagement mit diesen Kosten ist einfach abstrus. Das können wir uns auf Dauer auch finanziell einfach nicht leisten. (Vereinzelt Beifall – Glocke des Präsidenten)

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