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Thomas Poreski

GRÜNE 10.12.2025 Sitzungen 17/137

Ganz ruhig. Ich will das jetzt nicht vertiefen. – Das Entscheidende ist tatsächlich: Welche Qualität hat die Bildung? Ich habe es bei verschiedenen Gelegenheiten – wir waren ja schon auf mehreren Podien – bereits gesagt: Ich bin auch ein Fan von einigen Realschulen, ich bin ein Fan von einigen Gemeinschaftsschulen, und ich bin auch ein Fan von einigen Gymnasien – aber nicht, weil ein bestimmtes Etikett darauf klebt, sondern weil diese Schulen eine entsprechende Qualität bieten und weil sie zukunftweisende Bildung ermöglichen. Das ist unser Maßstab. Das ist der Unterschied: Bei dem einen geht es um etwas Ideologisches, und beim anderen ist es so: Struktur folgt dem Zweck. Noch etwas zum Kollegen Fulst-Blei: Erst einmal danke ich für die über weite Strecken sehr sachliche Debatte. Ich möchte Sie an einem Punkt aber doch korrigieren: Sie sagen immer, ich würde entschuldigen, was an schlechten Leistungen da ist, indem ich sagen würde: Wir sind relativ besser geworden. – Nein, ich beschreibe den Prozess, und das hat die Ministerin auch getan. Die Ministerin hat sich auf die Leiterin der IQB-Studie, Professorin Stanat, bezogen. Ich möchte diese jetzt einmal zitieren. Es geht dabei eben um den Prozess; und sie sagte auf eine Frage hin: Das Land – Baden-Württemberg – scheint tatsächlich eine Trendumkehr zu schaffen. (Thomas Poreski) Sie wurde dann von Journalisten gefragt, welche Gründe sie dafür sehe. Darauf antwortete sie: Die Bildungsverantwortlichen haben die Probleme, die sich in den letzten Studien gezeigt haben, sehr ernst genommen. Es wurde mit großem Aufwand eine Strategie der Qualitätsentwicklung auf den Weg gebracht und der Fokus der Schulen auf die Entwicklung von Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik gestärkt. Die Schulpolitik arbeitet mit der Wissenschaft zusammen, und selbst der Ministerpräsident interessiert sich für die Bildungspolitik. (Lachen des Abg. Dr. Hans-Ulrich Rülke FDP/DVP – Abg. Dr. Hans-Ulrich Rülke FDP/DVP: „Selbst der Ministerpräsident“! – Zuruf des Abg. Andreas Sturm CDU) Vonseiten der Journalisten kam dann: Winfried Kretschmann ist ja auch ehemaliger Lehrer. Daraufhin erwiderte die Professorin, die Studienleiterin – hören Sie mir zu, Herr Kollege –: Vielleicht ist das der Grund. Nach einem Bildungstrend, in dem Baden-Württemberg wieder schlecht abgeschnitten hatte, wurde ich von Herrn Kretschmann eingeladen, die Lage Baden-Württembergs anhand unserer Daten im Kabinett darzustellen. Alle Minister waren anwesend und haben die Ergebnisse intensiv diskutiert. Das war schon wirklich bemerkenswert. Das eben ist der Prozess – und das ist unser Stil. (Beifall bei den Grünen) Lassen Sie uns also wegkommen von einer anekdotischen Empirie, und lassen Sie uns – das ist heute auch schon mehrfach angesprochen worden – in der nächsten Wahlperiode dann eine Enquete aufs Gleis setzen, die tatsächlich evidenz- und wissenschaftsbasiert vorgeht. Ich bin zuversichtlich, dass zumindest die demokratischen Fraktionen in diesem Spektrum zu sehr guten Lösungen kommen werden. Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen)

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