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Dr. Wolfgang Reinhart

10.12.2025 Sitzungen 17/137

Sie können auch eine Zwischenfrage stellen. – Frau Ministerin, bitte fahren Sie fort. (Abg. Dr. Hans-Ulrich Rülke FDP/DVP: Sie können ihm vorwerfen, dass die SPD bei dem Applaus dabei war! – Glocke des Präsidenten) Frau Ministerin, Sie haben das Wort. – Wenn es wichtige Einwendungen gibt, bitte ich darum, Zwischenfragen zu stellen, die zugelassen werden können, ansonsten aber der Rednerin zu lauschen. Bitte sehr. (Zuruf: Es fällt schwer!) Ministerin für Kultus, Jugend und Sport Theresa Schopper: Wir arbeiten natürlich mit Hochdruck an diesen Plänen. Ich finde es richtig und habe bisher von Ihrer Seite auch noch niemanden gehört, der es falsch findet, dass wir jetzt das neue Fach „Informatik und Medienbildung“ in den Klassen 5 und 6 verbindlich einführen wollen. Natürlich sind wir momentan mit unseren Lesehilfen zum Bildungsplan noch nicht am Start. Sie hätten es, wenn Sie in der Regierung gewesen wären – das sage ich mal mit Verlaub –, auch nicht hinbekommen, dass diese bis Klasse 10 schon am Start wären. (Beifall des Abg. Raimund Haser CDU) So viele Freunde hätten Sie da bei Ihnen wahrscheinlich nicht entdeckt. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen und der CDU) Es kommt auch immer der Vorwurf, wir würden die Realschule abschaffen wollen. Sie, Herr Dr. Kern, sind da ja ein großer Helfer (Abg. Dr. Timm Kern FDP/DVP: Für die Realschu- len!) bei dem Volksbegehren, das zur Unterschrift stand. Da wurde groß getrommelt. Ich habe da aber nicht gehört, dass die Unterschriften im Dezember eingereicht worden wären. Das Aus für die Realschule: (Abg. Dr. Timm Kern FDP/DVP: Ja!) (Ministerin Theresa Schopper) Es ist doch wirklich Humbug, was Sie hier erzählen: (Abg. Dr. Timm Kern FDP/DVP: Was denn?) Wir würden die Realschulen abschaffen wollen und wären für das Aus der Realschulen. Die fehlende Verbindlichkeit der Grundschulempfehlung wäre sozusagen das Aus für die Realschule. (Abg. Dr. Timm Kern FDP/DVP: Das sagt Ihre Lan- desvorsitzende Lena Schwelling! – Abg. Dr. Hans- Ulrich Rülke FDP/DVP: Niemand hat die Absicht, die Realschule abzuschaffen!) Sie wissen sehr genau, dass wir so, wie es heute bei den Schularten in den verschiedensten Kommunen aussieht, flächendeckend gar keine Werkrealschule mehr hätten. Wir haben sowohl an den Gemeinschaftsschulen als auch an den Realschulen, die 2014 im Übrigen selbst wollten, dass dort der Hauptschulabschluss angeboten wird, den Hauptschulabschluss. Für diese Schularten gibt es keine verbindliche Grundschulempfehlung mehr. Diese haben wir nicht mehr, weil wir gar nicht mehr die entsprechenden Schulstrukturen haben. Das Gymnasium ist die einzige Schulart, die auf den entsprechenden Abschluss des Gymnasiums hinorientiert ist. Bei den Schularten in Baden-Württemberg führen immer alle Wege weiter. Es war immer ein Credo, dass wir keinen Abschluss ohne einen Anschluss machen. (Zuruf des Abg. Dennis Birnstock FDP/DVP) Es ist doch das Wichtigste, dass heute mit einem Realschulabschluss, mit einem Hauptschulabschluss, mit einem Abschluss nach einer gelungenen Ausbildung noch alle Wege offen sind – sowohl für eine berufliche als auch für eine weitere schulische Karriere. Das ist doch das, was unser Schulsystem auszeichnet. Woran wir arbeiten müssen – da gebe ich allen recht –, ist, dass wir die 6 000 Schülerinnen und Schüler, die die Schule ohne Abschluss verlassen, in den Blick nehmen. Da müssen wir noch ran. Das aber sind schon ganz harte Fälle. Jenseits derjenigen, die aufgrund des Besuchs einer sonderpädagogischen Einrichtung gar nicht zu einem Abschluss geführt werden und die in diesen 6 000 auch enthalten sind, müssen wir genau schauen, wie wir es schaffen, diese Schülerinnen und Schüler zu einem Abschluss zu bringen. Denn es besteht die Gefahr, dass diese vielleicht noch einen Hilfsjob bekommen, den es aber in drei oder vier Jahren schon gar nicht mehr gibt. Da müssen wir ein Fundament aufbauen. Auch daran arbeiten wir. (Beifall bei den Grünen und Abgeordneten der CDU)

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