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Dr. Stefan Fulst-Blei

SPD 10.12.2025 Sitzungen 17/137

Frau Präsidentin, herzlichen Dank. Immerhin hat man eben am verhaltenen Applaus auf Ihren Redebeitrag, Frau Ministerin, erlebt, dass die CDU zumindest (Dr. Stefan Fulst-Blei) kapiert hat, welche charmante Ohrfeige Sie ihr gerade mitgegeben haben. (Zuruf von der CDU) Kollege Sturm, die SPD braucht das nicht zu köcheln. Das machen Sie schon selbst. Die FAZ von heute zitiert Sie mit den Worten: „Es gibt auch Lehrkräfte mit einer krassen Unterauslastung.“ Da sage ich Ihnen: Zeigen Sie sie mir! Lassen Sie uns gemeinsam in die Schule hineingehen, und zeigen Sie mir ein konkretes Beispiel, wo dieses Wort der krassen Unterauslastung in der heutigen Zeit vor dem Hintergrund dessen, was die Ministerin gerade zu den Schulen in unserem Land geschildert hat, wirklich gilt. Ich sage Ihnen aber auch noch etwas. Die SPD unterstützt schon lange die Forderung nach einer konkreten Arbeitszeiterfassung. Wer regiert seit 2016? Ich glaube, da sind Sie mit dabei. Da kommen wir viel zu wenig voran. Von der Studie, die Sie zitiert haben, haben Sie die Überschrift weggelassen. Da steht nämlich: „Ein Beruf zwischen Engagement und Erschöpfung“. Da steht etwas von durchschnittlicher Wochenarbeitszeit von 50 Stunden, bei Leitungslehrkräften sogar von 53 Stunden und davon, dass im Raum steht, dass das Kerngeschäft „Unterricht“ zum Teil überhaupt nur noch zu 31 % geleistet werden kann. Frau Kollegin Saint-Cast, ich finde es immer nett, wenn Sie sich hier hinstellen und sagen, bei multiprofessionellen Teams machten Sie etwas. Ich sage Ihnen: 0,65 % der Grundschulen in Baden-Württemberg sind in Ihrem Modellversuch „Multiprofessionelle Teams“ – 0,65 %! Das ist fast schon unterlassene Hilfeleistung, von der wir reden müssen. (Beifall bei der SPD – Abg. Gabriele Rolland SPD: Genau!) Beim Schulversuch „Verwaltungsassistenz“, den es auch schon seit Ewigkeiten gibt, reden wir von 0,27 %. Frau Ministerin, Sie stellen sich aber hier hin und sagen, Sie würden die Liste kennen. Haben Sie wahrgenommen, dass das ein Hilferuf ist und dass der Hilferuf heißt: „Es reicht nicht“? Wenn dann die GEW auch noch sagt, Sie hätten noch nicht einmal das eisenmannsche Schulleiterentlastungskonzept konkret umgesetzt, dann können Sie sich doch hier nicht hinstellen und sagen: „Na ja, wir haben etwas gemacht.“ Das ist ein Hilferuf zu Dingen, bei denen von Ihnen viel zu wenig kommt. Sie haben es ja auch noch ausgeführt: pädagogisches Post-Covid. Das hängt den Schulen voll in den Knochen. Sie sagen dann, Schulpsychologie brauchen wir nicht. Machen Sie zumindest eines – zurzeit ist es ja in Mode, die SPD-Ideen zu kopieren –: (Lachen des Abg. Manuel Hagel CDU) Sorgen Sie dafür – – Ja, klar, gerade Herr Hagel muss da lachen. ode – 137. Sitzung – Mittwoch, 10. Dezember 2025

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