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Klaus Ranger

SPD 13.11.2025 Sitzungen 17/135

Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Mein Dank geht zuerst auch an alle Feuerwehrlerinnen und Feuerwehrler im Land – egal, ob in der Jugend, aktiv, in der Altersabteilung, ehrenamtlich oder in der Berufsfeuerwehr. Sie halten Tag für Tag für unsere Sicherheit den Kopf hin, gehen für uns durchs Feuer und in die Unfälle. Dafür einen herzlichen Dank von dieser Stelle aus. (Beifall bei der SPD sowie Abgeordneten der Grü- nen, der CDU, der FDP/DVP und der AfD) Danke an die FDP/DVP-Fraktion für den Antrag und auch an den Kollegen Weinmann für die ausführliche Erklärung, vor allem für das anschauliche Beispiel, wenn er nach Hause fährt in Untergruppenbach mit der Jugendfeuerwehr. Das bringt mich nämlich auch auf den Punkt: Wer von Ihnen, die jetzt diesen Vorschlag machen, ist denn in der freiwilligen Feuerwehr und hat die G26.3-Prüfung schon einmal gemacht? (Einige Abgeordnete melden sich.) – Herzlichen Dank. All diejenigen wissen ja, wie schwierig es ist, vor allem, wenn man die 50 Jahre überschreitet – da muss man mehr trainieren. Ich mit 64 Jahren traue sie mir gerade nicht mehr zu, ganz ehrlich gesagt. Daher: Hut ab vor all denjenigen, die das machen. Aber wir sollten nicht nur daran denken, dass diejenigen das wollen, sondern wir sollten auch an die Sicherheit denken. Wir müssen unsere älteren Damen und Herren auch manchmal etwas vor Feuereifer schützen. (Vereinzelt Beifall) Lassen wir die Jungen vorn ran an das Feuer. (Abg. Anton Baron AfD: Das machen die auch!) – Richtig. Deswegen: Ich finde den Gesetzentwurf gut, aber wir sollten hier auch nach der Empfehlung vom Landesfeuerwehrverband gehen und das in das neue Feuerwehrgesetz irgendwo mit integrieren. Im Moment ist es tatsächlich ein Schnellschuss, der uns nicht vorwärtsbringt. Um das Ehrenamt zu halten, müssen wir Werbung dafür machen, dass wir das mittlere Alter nicht verlieren, (Abg. Andrea Schwarz GRÜNE: Genau!) damit auch diejenigen, die noch nicht 65 Jahre alt sind, überhaupt so lange fit bleiben und dieses Einsatzalter erleben und am Ende nicht ein oder zwei Hände voll 66- oder 67-Jähriger die Leiter rauf und runter rennen müssen. e – 135. Sitzung – Donnerstag, 13. November 2025 (Abg. Nico Weinmann FDP/DVP: Das eine tun, das andere nicht lassen!) – Da haben Sie recht, Herr Kollege Weinmann. Wie gesagt: bis 65 fit bleiben. Dann brauchen wir natürlich auch Anreize für das Ehrenamt. Da ist ein Thema die Ehrenamtskarte, aber es gibt auch andere Themen – der Sozialminister ist jetzt nicht mehr da, aber es wird ihm sicherlich berichtet werden. (Abg. Anton Baron AfD: Das ist aber leider Murks!) Wir brauchen natürlich auch Werbung für Frauen und Migranten, weil genau diese beiden Gruppen noch viel zu wenig in unseren Feuerwehren vertreten sind. (Abg. Andreas Schwarz GRÜNE: Absolut!) Es gibt nur sehr wenige Migrantengruppen, in deren Kulturen das Feuerwehrwesen so ehrenamtlich – wie auch die Sportund Musikvereine – aufgebaut ist wie bei uns. Also, auch hier: Lassen Sie uns zusammen dafür werben, damit wir hier in jüngeren Jahrgängen – Jugendfeuerwehr, Einsatzalter – mehr Menschen bekommen. Das ist dienlicher, als das Alter auf 66 oder 67 Jahre anzuheben. Lassen Sie uns das in der neuen Legislaturperiode mit einem neuen Feuerwehrgesetz ordentlich machen. Und wir stehen voll und ganz hinter der Helfergleichstellung, die schon gemacht ist. Danke schön. (Beifall bei der SPD sowie Abgeordneten der Grünen und der CDU)

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