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Niklas Nüssle

GRÜNE 12.11.2025 Sitzungen 17/134

Vielen Dank, Herr Präsident. – Vielen Dank, Herr Minister. Sie haben jetzt die Hochrheinbahn mehrfach angesprochen, die wirklich ein drittes Leuchtturmbeispiel ist, wie es bei Eisenbahnstrecken in Baden-Württemberg weitergehen kann. Meine Frage wäre vor dem Hintergrund, dass es jetzt vorwärtsgeht mit Hochrheinbahn, Bodenseegürtelbahn, Brenzbahn: Inwiefern können diese Vereinbarungen und Vorgehensweisen Blaupausen sein für andere Strecken, z. B. im Bereich Reaktivierung oder für neue Verbindungen und Lückenschlüsse? Wie kann man davon lernen, und was braucht es dafür vom Bund und vielleicht auch den Kommunen? Minister für Verkehr Winfried Hermann: Er spricht natürlich für die Hochrheinbahn, denn dort ist sein Wahlkreis. Da haben wir den Spatenstich schon gefeiert. Wir gehen davon aus, dass wir in zwei, drei Jahren dort auch fahren können. Wir haben lange dafür gekämpft. Die Schweiz beteiligt sich an den Kosten – das ist auch eine Besonderheit –, weil das auch eine neue Strecke von Basel nach St. Gallen ist. Ich denke, alle drei Projekte sind Beispiele dafür, dass dann, wenn sich Regionen zusammenschließen, auch etwas vorangeht. Das gilt auch für alle anderen noch zu machenden Projekte, z. B. die Regional-Stadtbahn Neckar-Alb oder die Regio-S-Bahn Donau-Iller, und dann gibt es noch einzelne Strecken. Das Einzige, was man übertragen kann, ist, dass es höchste Zeit wird, zu modernisieren und zu elektrifizieren, und dass man kooperiert. Die Herausforderungen sind aber schon unterschiedlich, je nachdem, ob man eine einzelne Strecke reaktiviert, die vielleicht nur 20 km hat, oder ob man eine Strecke von 60 km ausbaut und elektrifiziert und noch 20 Bahnstationen umbauen muss. Das sind dann schon andere Projekte. Aber klar ist: Ohne kommunales und regionales Engagement geht nichts voran.

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