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Michael Joukov

GRÜNE 23.07.2025 Sitzungen 17/128

Um das bestgeplante Eisenbahnprojekt aller Zeiten betriebswürdig zu machen, haben wir im Norden die P-Option. Wie ist da der Stand der Planung hinsichtlich der Finanzierung? Ist das geklärt, und wenn ja, was kostet es? Minister für Verkehr Winfried Hermann: Für nicht Eingeweihte zur P-Option: Wenn Sie schon einmal im Zug von Mannheim aus gekommen sind und nicht auf der Neubaustrecke gefahren sind, dann sind Sie durch den Pragtunnel gefahren. Daher kommt die Bezeichnung P-Option. In der ursprünglichen Planung ist dieser Tunnel abgehängt worden. Jetzt gibt es aber Pläne, diesen Tunnel zu erhalten, um zusätzliche Einfahrstränge zu haben. Diese Tunnelstrecke muss man in die unterirdischen Tunnel einbinden. Das ist die P-Option. Das geschieht gerade. Der Vorteil der Verschiebung ist, dass die P-Option bis dahin fertig ist, sodass die Strecke für den Anschluss der P-Option nicht noch einmal unterbrochen werden muss. Die P-Option verstärkt und verbessert die Zufahrtsmöglichkeiten aus dem Norden. Wir haben diese Strecke als GVFG-Projekt anfinanziert. Das Land hat es vorfinanziert, weil die Bahn und der Bund nicht in der Lage waren, es fristgerecht zu machen. Wir wollten aber verhindern, dass es ein oder zwei Jahre nach Inbetriebnahme wieder eine Bauunterbrechung gibt. Deshalb sind wir in Vorleistung gegangen. Wir haben uns aber abgesichert, dass der Bund einspringt. Das Projekt ist nicht ganz billig. Ich habe jetzt die genauen Zahlen nicht im Kopf, aber ich kann sie nachreichen. Die P-Option wird deutlich über 100 Millionen € kosten. Sie ist nicht Teil des diesjährigen Budgets, sondern ist separat zu finanzieren. Wir sind aber der Meinung, dass die Strecke so viel bringt, dass sie sich lohnt. Übrigens, zur Erinnerung: Die P-Option war von Anfang an im Gespräch. Als das Projekt dann immer teurer geworden ist, hat man bestimmte Sachen weggestrichen, weil man sparen wollte. Ich habe damals mit Herrn Pofalla darüber gesprochen, dass es nicht klug sei, wenn man solche Optionen, die für die Zukunft sehr wichtig sind, nicht realisiert. Deshalb haben wir dieses Projekt eingeleitet, und ich denke, es war eine der besten Entscheidungen zur Verbesserung des Nordens. Meine Aufgabe als Minister war es immer, dieses Projekt so zu begleiten, dass es besser wird.

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