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Dr. Wolfgang Reinhart

23.07.2025 Sitzungen 17/128

Noch mal eine Zwischenfrage des Herrn Abg. Dr. Kern. Ministerin für Kultus, Jugend und Sport Theresa Schopper: Nein. – Und um das gründlich und umfassend zu tun, müssen wir uns die notwendige Zeit nehmen. Ich sage auch klipp und klar, dass das nicht irgendwann ist. Da haben wir und der Kollege Dr. Kern gestern im Bildungsausschuss schon eingehend miteinander diskutiert. – Das wissen Sie auch. – Sie können mich beim Wort nehmen, dass ich dafür stehe, dass wir Sie informieren und dass wir Ihnen auch noch Ergebnisse vorstellen. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen – Vereinzelt Beifall bei der CDU – Abg. Anton Baron AfD: Na ja!) riode – 128. Sitzung – Mittwoch, 23. Juli 2025 Ich will schon noch einmal sagen: Bislang war mein größtes Problem zu Anfang eines Schuljahrs bei der Pressekonferenz, die Frage zu beantworten, welchen Lehrermangel wir haben und welche Stellen wir nicht besetzen können. Ich weiß noch sehr genau, dass wir diese Kurve durch Maßnahmen, die wir in der letzten Legislaturperiode, aber auch in dieser Legislaturperiode getroffen haben, glücklicherweise aufhalten konnten. So haben wir die Zahl der Studienplätze im Grundschulbereich von 962 auf 1 671 erhöht. Das war ein sehr wichtiger Schritt, weil wir jetzt nämlich stabil über 1 000 Absolventinnen und Absolventen aus den Referendariaten haben, die die Versorgung an den Grundschulen verstärken können, die aus den Grundschulen kommen und da jetzt in den Schuldienst gehen. Das ist eine wichtige Maßnahme gewesen. Aber auch der 18-Punkte-Plan hat gewirkt. Bisher war mein größtes Problem, den Lehrermangel anzugehen und zu schauen, wie wir dennoch die Unterrichtsversorgung ermöglichen können. Da, muss ich sagen, bin ich sehr froh, dass wir jetzt langsam in den Horizont kommen, in dem wir das aufgrund gut ausgebildeter Lehrkräfte auch entsprechend decken können. Ich möchte aber trotzdem noch einmal dazu Stellung nehmen, dass Sie gesagt haben, wir müssten jetzt alle 1 000 Referendare und Referendarinnen als Gymnasiallehrkräfte einstellen. Wir machen Angebote für die Lehrkräfte, die auf das gymnasiale Lehramt studiert haben. Aber es muss natürlich schon auch eine gewisse Flexibilität da sein, die wir an vielen Punkten leider noch immer vermissen. Ich persönlich kann es verstehen, wenn jemand gern in Heidelberg, Freiburg, Konstanz, wo auch immer, bleiben möchte – wo wir keinen Mangel haben. Aber es muss eben auch die Versorgung der Gebiete sichergestellt sein, wo wir es schwerer haben. Das ist so, dass wir es da brauchen. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen und der CDU) Deswegen werden wir auch an diesen Angeboten, die die Lehrkräfte bekommen – dass sie aus dem gymnasialen Lehramt erst einmal vorübergehend an anderen Schulen arbeiten, natürlich geeignet –, erst einmal festhalten. Auch die Fächerkombination wird dabei entscheidend sein. Da haben wir grundständige Fächerkombinationen, die wir brauchen, (Zuruf des Abg. Andreas Deuschle CDU) also Deutsch, Englisch, Mathematik. Diejenigen, die jetzt Spanisch und Italienisch studiert haben, werden sich wahrscheinlich auch in der Einstellungsrunde schwertun, weil wir nur ganz wenige Schulen haben, die diese Fächer anbieten. Wir haben da zum Teil nur ein, zwei Stellen, und bei denjenigen, die das studiert haben, ist es relativ schwierig, sie alle dort einzusetzen. Wir können sie auch nicht an den Sekundarstufe-I-Schulen einsetzen, weil diese Fächer dort überhaupt nicht unterrichtet werden. Also: geeignete Fächer und flexibel; das ist das Wichtige. Da möchte ich noch einmal an die Referendarinnen und Referendare appellieren, dass sie tatsächlich diese Flexibilität an den Tag legen und uns da unterstützen. Daher ist das ein Angebot, das wir machen und Gott sei Dank noch umfangreicher machen können, als es bisher der Fall war. (Ministerin Theresa Schopper) Ich sage Ihnen zum Schluss: Natürlich hätte ich den Fehler gern zu Beginn meiner Amtszeit entdeckt, keine Frage. Jetzt ist es leider so, dass er erst nach vier Jahren entdeckt wurde. Aber ich bin froh, dass wir ihn jetzt wenigstens aufgedeckt haben. Natürlich hätten wir die 1 440 Stellen wie in einem Schlafwagen entsprechend weiterpflegen können. Ich bin aber sehr froh, dass wir sie jetzt haben und dass wir sie jetzt auch besetzen können. (Beifall bei den Grünen und Abgeordneten der CDU – Abg. Sascha Binder SPD meldet sich.) Ich gehe ja sozusagen mehrmals täglich (Zurufe von der SPD: Hallo!) im Kultusministerium – – (Glocke des Präsidenten)

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