Dr. Erik Schweickert
Herr Staatssekretär, vielen Dank. – Sie haben gerade gesagt, Sie wollen eine effektive und effiziente Kontrolle. Ich gehe auch mit, wenn Sie sagen, das gehe auch mit einem kleineren Aufsichtsgremium. Aber jetzt haben Sie gerade das mathematische Problem dargestellt: Sie verkleinern ein Gremium und erhöhen die Anzahl der potenziellen Entsendeorganisationen, die da rein sollen. Das geht ja mathematisch nicht. Jetzt machen Sie Poollösungen. Meine Frage lautet: Gehen Sie davon aus, dass sich durch diese Poollösungen dann die Organisationen, die bisher entsendet haben, über Rotationen oder rollierende Systeme praktisch einbringen? Denn dann würde das Ihrem Ziel widersprechen, dass Leute in dem Gremium sind, die sich damit auskennen. Denn wenn die immer durchwechseln würden, dann hätten wir das nicht. Dann würde ich als Intendant jeden Abend eine gute Flasche Wein aufmachen, weil ich weiß, meine Kontrolle muss sich erst mal zwei Jahre einarbeiten, bis sie alle Abkürzungen kennt. Wie können Sie mir die Angst nehmen, dass wir durch dieses mathematisch geschaffene Problem, das Sie nicht gelöst bekommen, in der effizienten Aufsicht zwei Schritte zurückgehen statt zwei Schritte nach vorn?
