Elke Zimmer
Herr Kollege Scheerer, herzlichen Dank für diesen konstruktiven inhaltlichen Input. – (Staatssekretärin Elke Zimmer) Ganz klar wäre die schönste Lösung, wenn wir Ausweichverkehre hätten. In einem dichten Knoten, wie wir ihn hier in Stuttgart haben, ist das natürlich unglaublich komplex, weil viele Schienenstrecken bereits jetzt maximal ausgelastet sind. Ich sage Ihnen aber zu, das noch mal mitzunehmen. Was beispielsweise aber auch ganz entscheidend ist, wenn es Ersatzverkehre gibt – auch hierauf versuchen wir, das Land, großen Einfluss zu nehmen und das einfach immer und immer wieder zu thematisieren –, ist, dass die Ersatzverkehre dann auch funktionieren müssen. Das heißt, der Bus muss von Stuttgart-Vaihingen überhaupt in die Stadt hinunterfahren können. (Lachen des Abg. Hans Dieter Scheerer FDP/DVP) Deshalb: Wenn weder die Gäubahn noch die Stammstrecke zur Verfügung stehen, dann dürfen nicht auch noch Baustellen bei der Stadtbahn sein bzw. darf es auch auf den Straßen keine großen Baustellen geben. Denn ansonsten funktioniert ein Ersatzverkehr auf direktem Weg hinunter in den Kessel nicht. (Abg. Hans Dieter Scheerer FDP/DVP: Der steht dann im Heslacher Tunnel, der Bus!) Daher: Es handelt sich um ein Gesamtkonstrukt, das funktionieren muss. Nachher sind es vielleicht auch unterschiedliche Puzzleteile, die man zusammensetzen muss. (Abg. Michael Joukov GRÜNE: Ja!) Ich habe vorhin gesagt, dass es womöglich nicht immer gesperrt sein muss. Vielleicht gibt es doch Zeitfenster, in denen etwas geht. Vielleicht gibt es die eine oder andere Verbindung, die doch irgendwo einschwenken kann – wobei es fraglich ist, ob die Bahn eine Weiche so schnell bauen würde, die ja auch noch benötigt würde. Wir sind mal gespannt. Wir haben ja nicht mehr viel Zeit. Das alles ist schon im nächsten Jahr. Das ist tatsächlich auch ein Problem. Es erwischt uns letztlich genauso kalt wie Sie, dass wir uns in der Intensität damit beschäftigen müssen, dass zwei Infrastrukturen, die aneinander anschließen, gleichzeitig nicht zur Verfügung stehen. Wir haben daher keinen Planungsvorlauf, in dem wir Infrastrukturmaßnahmen umsetzen könnten. Aber ich sage Ihnen zu, dass wir das noch mal weitergeben. Wie gesagt: Die Ersatzverkehre, die es dann gibt, müssen überhaupt erst einmal fahren können. Ehrlicherweise muss man auch sagen, dass es sich um ein Kapazitätsproblem handelt. Alle Menschen aus den Zügen in Busse zu bringen, wird technisch fast nicht möglich sein. Die Bahn fährt ja gerade auch solche Konzepte. Mit der Vollsperrung auf der Riedbahn hat es jetzt ganz gut funktioniert. Wir sehen aber auch, dass etliche Fahrgäste nicht fahren oder im Regelfall dann auch aufs Auto umsteigen.
