Daniel Karrais
Vielen Dank, Herr Minister. Ich möchte Ihnen an dieser Stelle ausdrücklich danken für das Möglichmachen dieses Kompensationspakets, wie es gemeinläufig genannt wird, weil es schon eine kleine Verbesserung für die Menschen entlang der Strecke ist. Ich denke, das wird auch gesehen. Meine Nachfrage bezieht sich auf Medienberichte, in denen gesagt wird, der Abriss des Viadukts der Panoramastrecke sei ja gar nicht mehr notwendig, weil die S-Bahn zur Mittnachtstraße anders geführt werden würde. Insofern würde zumindest ein Teil der Gründe für die vorzeitige Kappung, die man vornimmt – egal, ob S 21 in Betrieb ist oder nicht –, entfallen. Sehen Sie Chancen, dass man, zumindest solange der Hauptbahnhof oben noch weiterläuft – wir sind ja auch nicht so ganz sicher, wie lange das noch so ist –, die Strecke wenigstens bis dahin verlängert, um wenigstens die Unterbrechungszeit zu verkürzen? Gibt es aus Ihrer Sicht eine reelle Chance, oder ist das Thema erledigt, nachdem die Klagen der DUH und des LNV vor dem Gericht durchgefallen sind? Wie sehen Sie das? Minister für Verkehr Winfried Hermann: Wir im Ministerium wollen prüfen, ob es wirklich zwingend ist, dass es dann nicht mehr geht, und ob der Aufwand wirklich so groß ist, wie die DB sagt. Aber, wie gesagt, wir prüfen das noch. Schwierig ist es schon, denn wir sind nicht der Bauherr. Es wird oft so gesprochen, als würden wir Stuttgart 21 bauen; das baut aber die DB-Projektgesellschaft, und die sagt, so sei es. Die Presseberichterstattung sagt, es sei lösbar. Das haben wir natürlich vorgetragen, und wir haben die Antwort bekommen: (Minister Winfried Hermann) „Nein, das ist nicht so lösbar.“ Wir haben trotzdem gesagt, wir wollen uns nicht damit abfinden, wir fragen noch mal nach, weil es tatsächlich wünschenswert wäre, dass, wenn in diesem Jahr noch mal die Stammstrecke gesperrt wird, nicht während der Zeit der Stammstreckensperrung auch schon die Panoramabahn gesperrt ist.
