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Dr. Stefan Fulst-Blei

SPD 09.04.2025 Sitzungen 17/120

Vielen herzlichen Dank, Herr Präsident. – Frau Staatssekretärin, wir reden, wenn ich mich nicht irre, aktuell deutschlandweit von 2,9 Millionen mehr oder weniger jungen Menschen, von denen wir tatsächlich nicht wissen, wo sie im System sind. Daher – so sage ich jetzt einmal – halte ich es für ein sehr, sehr dringliches Anliegen, da tatsächlich nachzufassen. Ich teile übrigens auch Ihre Überraschung, was die nachlassende Kontrollwut von Rechtsaußen angeht, weil wir ja hier in der politischen Diskussion auch immer mit bestimmten Unterstellungen konfrontiert werden, was bestimmte Bevölkerungsgruppen angeht, die angeblich ungerechterweise staatliche Leistungen beziehen. Ich bin da völlig bei Ihnen, dass es umso wichtiger ist, dass man zumindest die Möglichkeiten hat, auf die Leute zuzugehen, zu wissen, wo sie sind und welchen Weg sie möglicherweise gemacht haben, um da passgenau zusammen mit der Arbeitsagentur aktiv zu werden. Können Sie mir aktuelle Zahlen nennen und sagen, von welchen Werten Sie für Baden-Württemberg ausgehen? Ich war erschrocken, als ich gelesen habe – ich weiß gar nicht, ob das in der „Süddeutschen Zeitung“ war –, dass sich die Situation im Nachgang von Corona noch einmal deutlich verschärft hat. Wir reden einerseits von einer großen Gruppe von Schülerinnen und Schülern, die ohne Abschluss von der Schule abgehen, von denen wir im System nicht wissen, wenn sie über 18 sind, wo sie verbleiben, und wir reden natürlich auch von den anderen, die einen Schulabschluss haben, aber bei uns dann nicht mehr im System der beruflichen Ausbildung oder der akademischen Ausbildung auftauchen. Das Problem ist groß. Wie hoch schätzen Sie es für Baden-Württemberg ein?

Alle Reden von Dr. Stefan Fulst-Blei Protokoll ↗