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Carola Wolle

AfD 12.03.2025 Sitzungen 17/117

Wem, glauben Sie, haben Sie mit dem Gesetz über die Selbstbestimmung in Bezug auf den Geschlechtseintrag einen Dienst erwiesen? (Abg. Catherine Kern GRÜNE: Allen!) Den 0,5 % transidenten Menschen vielleicht? Den rund 50 % biologischen Frauen ganz sicher nicht. (Abg. Catherine Kern GRÜNE: Doch!) eriode – 117. Sitzung – Mittwoch, 12. März 2025 Denn mit Ihrem Gesetz rauben Sie den Frauen ein Stück Sicherheit: ihre Rückzugsräume in Umkleidekabinen, (Zuruf: So viel Schwachsinn auf einem Haufen!) ihre Sicherheit in Frauenhäusern oder sogar in Gefängnissen und die bisherige Chancengleichheit im Sport, insbesondere im Leistungssport. Das nenne ich buchstäblich einen Schlag ins Gesicht der Pioniere der Frauenbewegung. (Beifall bei der AfD) Den Müttern und Vätern der Frauenbewegung ging es immer um die Beseitigung von Benachteiligung, nicht um die Schaffung neuer Ungerechtigkeiten. Es ging ihnen darum, dass sich Frauen und Männer in ihrem sozialen Umfeld auf Augenhöhe begegnen und dass Frauen ganz selbstverständlich in Bildung, Beruf und Politik aktiv sind. Wie lächerlich ist das, wenn Frauen per Quote in Führungspositionen befördert werden, ohne über die notwendige Qualifikation und Erfahrung nachzudenken? (Abg. Anton Baron AfD: Baerbock!) Bei offensichtlich gescheiterten Politikerinnen denke ich an die ehemalige Verteidigungsministerin oder eine bereits abgewählte Außenministerin. (Beifall bei der AfD – Zuruf von der AfD: Ja! So ist es!) Ein wirklich ernsthaftes Problem will ich nicht verschweigen. Es betrifft die Ungleichheit der Bezahlung von Frauen. Die bereinigte Lohnlücke liegt derzeit bei 6 %. Das klingt nicht so hoch. Aber unbereinigt liegt sie bei 16 %. In meiner Kreiszeitung konnte ich am vergangenen Wochenende die zunächst beruhigende Nachricht vom kontinuierlichen Schrumpfen der Lohnlücke lesen. Interessant ist die Analyse. An erster Stelle werden Teilzeit und Karriereunterbrechung genannt, offensichtlich im Zusammenhang mit Erziehungszeiten, gefolgt von Unterschieden in der Berufswahl. So arbeiten Frauen traditionell häufiger in sozialen Berufen, die ebenso traditionell schlecht bezahlt werden. (Abg. Martina Häusler GRÜNE: Warum?) Sehr weit vorn bei den Ursachen des Lohnunterschieds rangieren unzureichende Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Das stellt ein dramatisch wachsendes Problem dar, da die Kommunen den gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem ersten Lebensjahr eben nicht erfüllen können. Hauptursache ist die Überlastung der Kommunen mit der Bewältigung der ungeregelten Migration. (Abg. Anton Baron AfD: Das ist Fakt! – Zurufe von den Grünen) Meine Damen und Herren, ich sehe in diesem Land ein Familienbild, von dem meine Mutter nur geträumt hat. Ich sehe junge Männer, die sich völlig selbstverständlich um den Nachwuchs kümmern, ihre Pflichten im Haushalt wahrnehmen und obendrein erfolgreich im Beruf sind. Ich möchte mich abschließend an Sie wenden, an die zahlreichen Väter hier in unserem Landtag: Bitte denken Sie einen (Carola Wolle) Augenblick lang darüber nach, welchen Anteil Sie an der täglichen Hausarbeit Ihrer Familie leisten, welchen Anteil Sie an der Erziehung und Pflege Ihrer Kinder haben oder hatten, ob Sie Ihre Ehefrau tatsächlich bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen. Bitte denken Sie daran, dass Ihre Glaubwürdigkeit nicht an der Plausibilität der Reden gemessen wird. Gerade heute sollten Sie, liebe Väter mit Landtagsmandat, daran denken, dass Frauenrechte vor allem in der Familie gelebt werden. Das tut Ihrer Frau gut und vor allem Ihnen und Ihren Kindern. Danke schön. (Beifall bei der AfD)

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