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Carola Wolle

AfD 12.03.2025 Sitzungen 17/117

Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! Zunächst muss ich von meinem Konzept abweichen, denn das Bashing gegen die AfD ist wirklich unerträglich. (Zuruf von der AfD) Das Frauen- und Familienbild der AfD ist so, dass Frauen selbstständig entscheiden sollen, ob sie Kinder erziehen wollen, ob sie arbeiten wollen oder ob sie beides wollen. Es geht darum, dass vor allem die linke Seite Frauen in die Berufstätigkeit drückt und Frauen fast ein schlechtes Gewissen haben müssen, wenn sie sich nur für die Familie entscheiden. Es geht um eine freie Entscheidung, meine Damen und Herren. (Beifall bei der AfD) Was ist an der „Keimzelle der Familie“ denn so schlimm? Wie entstehen denn Kinder? Brauchen Sie wirklich Nachhilfeunterricht in Biologie, meine Damen und Herren? (Beifall bei der AfD – Abg. Dr. Natalie Pfau-Weller CDU: Von Ihnen sicher nicht!) Kinder entstehen durch die Vereinigung von Mann und Frau. Punkt! iode – 117. Sitzung – Mittwoch, 12. März 2025 (Abg. Isabell Huber CDU: Das sagt alles aus! – Un- ruhe) Wehrhaftigkeit der Männer: Glauben Sie denn wirklich, dass unsere verhätschelten Bubis tatsächlich das Land, das Sie jetzt verteidigen wollen, wo Sie Rüstung aufbauen wollen, verteidigen können? Glauben Sie das denn wirklich? Da braucht man Männer. (Zurufe, u. a. des Abg. Manuel Hagel CDU – Unruhe) Und Männer – das hat nichts damit zu tun, dass sie Frauen dann schlecht behandeln. Es ist Ihr Bild, das Sie projizieren. Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Punkt! (Beifall bei der AfD – Abg. Anton Baron AfD: Ge- nau so! Das ist eine Selbstverständlichkeit!) Blicken wir in die Geschichte der Frauenbewegung, meine Damen und Herren. Ein zentrales Ziel der Frauenbewegung war das Wahlrecht, das die Frauen dann am 12. November 1918 in Deutschland erhalten haben. Die Frauenbewegung hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Frauen einen Beruf erlernen und studieren durften sowie Bildungsabschlüsse erhalten konnten. Dies ermöglichte den Frauen, einen Beruf zu ergreifen. Allerdings war das in Westdeutschland bis 1977 von der Zustimmung des Vaters oder des Ehemanns abhängig. Die Bewegung setzt sich für gleiche Bezahlung bei gleicher Arbeit ein. Dies führte zu gesetzlichen Regelungen gegen die Diskriminierung am Arbeitsplatz. Die Frauenbewegung hat sich dafür eingesetzt, dass Gesetze erlassen werden, die Frauen vor häuslicher Gewalt und sexueller Belästigung schützen. Aus aktuellem Anlass möchte ich Sie daran erinnern, dass unser zukünftiger Bundeskanzler Friedrich Merz 1997 im Deutschen Bundestag gegen die Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe gestimmt hat, meine Damen und Herren. Das können Sie gern recherchieren. (Beifall bei der AfD – Zuruf von der SPD) Die Frauenbewegung war immer dann erfolgreich, wenn sie Männer nicht als Feinde betrachtet und behandelt hat, sondern als Partner auf einem langen gemeinsamen Weg. (Abg. Dr. Natalie Pfau-Weller CDU: Das ist aus dem Zusammenhang!) Die Frauen und Männer der Frauenbewegung hatten dann ihre größten Erfolge, wenn mutige Frauen mit klugen Argumenten absurde Diskriminierung beiseitegeschafft haben. Drei Beispiele für die Klugheit solcher Frauen: Hedwig Dohm lebte von 1831 bis 1919 als Schriftstellerin und Feministin und hat Hervorragendes für das Frauenwahlrecht und die Gleichbehandlung in Bildung und Beruf geleistet. Bertha von Suttner lebte von 1843 bis 1914 und hat als erste Frauenaktivistin für den Frieden den Friedensnobelpreis erhalten. Die 82-jährige Alice Schwarzer schließlich gehört für mich zu den umstrittensten Figuren der deutschen Frauenbewegung. (Zuruf des Abg. Dr. Rainer Balzer AfD) (Carola Wolle) Das meine ich durchaus positiv. Unumstrittene Mitläufer haben dieses Land und dieses Parlament bereits genug. Man muss Alice Schwarzer nicht in all ihren Positionen zustimmen, aber sie hat jahrzehntelang Großartiges für die Definition und Durchsetzung von Frauenrechten in der Bundesrepublik geleistet. Sie gründete 1977 die feministische Zeitschrift EMMA. Schwarzer hat mit ihren kontroversen Standpunkten die mediale Aufmerksamkeit für bis dahin vernachlässigte Frauenthemen gesteigert. Sie hat mit ihren lautstarken Kampagnen gegen sexuelle Gewalt in der Ehe mobilisiert. Auch wenn ich ihre extremen Positionen zur Abtreibung nicht teilen kann, so hat sie dafür trotzdem meinen vollen Respekt verdient. Denn ohne Alice Schwarzer hätte man sich mit dem Thema Abtreibung nicht auseinandergesetzt und Lösungen gesucht. Ich schätze ihren Mut, die Frauenfeindlichkeit des Islams anzusprechen und diesen auch scharf zu kritisieren. Die Liste der Täter bei Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen wird von Afghanen und Syrern angeführt. Gruppenvergewaltigungen treten erst in jüngster Zeit auf. Den Frauen in diesem Land wird ein schlechter Dienst erwiesen, wenn durch einen massiven Zuzug von Menschen mit extremer patriarchaler Prägung 200 Jahre Frauenbewegung infrage gestellt werden. (Beifall bei der AfD) Auch der politisch eher linke Feminismus muss bereit sein, sich der Realität zu stellen – und damit meine ich Sie, meine Damen und Herren. (Zuruf des Abg. Anton Baron AfD) Er muss bereit sein, sich kritisch mit den Begleiterscheinungen einer vorwiegend männlich-muslimischen Migration auseinanderzusetzen. Denn eines ist sicher: Der Import dieser patriarchalen Kultur steht im Widerspruch zu den liberal-feministischen Errungenschaften. Vor dieser Rückkehr in die Steinzeit muss sich unsere demokratische Gesellschaft schützen. Warum diese berechtigte Kritik nicht ernst genommen wird und der Islam hierzulande noch immer kritiklos hingenommen wird, ist mir ein Rätsel. (Abg. Petra Krebs GRÜNE: Es ist so armselig! – Weitere Zurufe von den Grünen) Wenn wir gerade von Rätseln sprechen, meine Damen und Herren – – (Unruhe)

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