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Dr. Dorothea Kliche-Behnke

SPD 12.03.2025 Sitzungen 17/117

Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen! Es ist richtig, dass wir heute eine Debatte zum Weltfrauentag führen. Aber ist es nicht so, dass wir an diesem Tag Jahr für Jahr dasselbe Ritual abspielen? (Abg. Anton Baron AfD: Das ist so, ja!) Die frauenpolitischen Sprecherinnen erzählen an dieser Stelle, welche Fortschritte wir in Sachen Gleichstellung gemacht haben und wo noch Lücken sind. Die Reden der Regierungsfraktionen fallen naturgemäß etwas optimistischer aus. Ich dagegen werfe Ihnen alle bekannten Fallzahlen vor, die die einen bereits auswendig kennen und die die anderen nicht im Geringsten interessieren. Gut, der Vollständigkeit halber auch heute: 19 % Gender-Pay-Gap – Sie haben es schon erwähnt. In keinem anderen Bundesland ist der Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen so groß wie in Baden-Württemberg. Wir haben große Defizite bei der Kinderbetreuung und im Ganztagsschulbereich. Was Frauen in Machtpositionen anbelangt, sieht es in der Tat düster aus. Damit meine ich nicht nur, dass wir in dem Bundesland leben, in dem es noch nie eine Ministerpräsidentin gab, (Abg. Manuel Hagel CDU: Da kann die SPD ja mal eine aufstellen!) sondern es geht um Machtpositionen an so vielen Stellen im Land, im Übrigen auch um Machtpositionen in Institutionen, über die das Land die Aufsicht hat. Wussten Sie, dass kein einziger Forstbezirk in Baden-Württemberg von einer Frau geleitet wird? (Unruhe – Zuruf: Es ist zu laut!) Wussten Sie, dass der Frauenanteil im Verbandsrat beim Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband – –

Alle Reden von Dr. Dorothea Kliche-Behnke Protokoll ↗