Elke Zimmer
Herr Präsident! Lieber Kollege Reith, herzlichen Dank für diese Frage. Es ist ja nicht zum ersten Mal, dass wir uns mit dieser Frage beschäftigen, und es ist auch gut, dass wir uns mit dieser Frage beschäftigen. Denn, wie Sie gesagt haben, Reaktivierungen von Bahnhalten im ländlichen Raum sind genau das, was auch wir wollen. Wir wollen die Schiene näher zu den Menschen bringen, und dazu gehören natürlich Bahnhalte, die nah an den Menschen sind. Letzten Endes finde ich es auch wunderbar, wenn sich eine Kommune oder ein Landkreis so nachdrücklich für die Reaktivierung eines Bahnhalts einsetzt, wie das hier der Fall ist. Bahnhalte näher an die Menschen zu bringen, ist auch bei der Breisgau-S-Bahn ein Anliegen. Aber wir wissen: Aktuell ist das nicht möglich. Der Fahrplan lässt im Moment keine weiteren Halte zu. Wir hatten darüber an dieser Stelle auch schon gesprochen. Der Fahrplan ist so eng gestrickt, dass wir schauen müssen, dass wir keine Verspätungen einfahren. Deswegen ist es im Moment nicht möglich. Der Wunsch nach einer Reaktivierung wurde dann in die Zukunftskommission Breisgau-S-Bahn mitgenommen, dort im Oktober 2023 auch kurz betrachtet und dann sozusagen auf nächste Sitzungen geschoben. Jetzt war es im Jahr 2024 leider so, dass das Thema Rheintalbahn bei der Zukunftskommission im Mittelpunkt stand, (Abg. Nikolai Reith FDP/DVP: Ah!) weil es dort Entscheidungen zu fällen gab, sodass der Bahnhalt Hausen vor Wald dort kein Thema war. Das ist aber nicht vergessen. Es wird aber etwas anderes passieren: Es wird jetzt noch einmal Untersuchungen für die Ost-West-Achse von Breisach nach Villingen geben, wo dann die fahrplanerische Machbarkeit des Bahnhalts Hausen vor Wald geprüft wird. Ergebnisse werden für das dritte Quartal 2025 anvisiert. Da geht es um die bauliche Machbarkeit des Haltes, fahrplanerische Untersuchungen, es geht darum, wie diese längere Fahrzeit realisiert werden kann. Denn eines ist klar – und das wollen wir alle –: Wir wollen die wichtigen Anschlüsse in Donaueschingen und in Villingen weiter realisieren. Die müssen auf jeden Fall erhalten bleiben. Außerdem kommt neben der Nord-Süd-Achse die Ost-West-Achse dazu; das heißt, auch die Pläne für die Reaktivierung der Schienenverbindung Freiburg–Breisach–Colmar werden im Gesamtsystem sozusagen mit betrachtet. (Staatssekretärin Elke Zimmer) Am allerwichtigsten wäre, ein schnelles Höllentalbahnprodukt hinzubekommen. Denn wenn wir eine Expressverbindung hätten, hätten wir eine deutlich größere Realisierbarkeit für zusätzliche Halte. Aber das gibt es eben im Moment nicht, und solange es dieses separate Expressprodukt nicht gibt, würde es bedeuten, dass jeder zusätzliche Halt die Fahrt zwischen diesen beiden Oberzentren Freiburg und Villingen noch einmal deutlich verlängern würde, und man ist ohnehin schon über anderthalb Stunden unterwegs. Daher die Planungen für diese vertieften Untersuchungen, deren Ergebnisse im dritten Quartal 2025 vorliegen sollen. Das ist, meine ich, der Zeitpunkt, zu dem wir es uns noch mal gemeinsam ansehen müssen.
