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Dr. Timm Kern

FDP 12.12.2024 Sitzungen 17/110

Frau Ministerin, ich kann verstehen, dass Sie als zuständige Ministerin vor allem die positiven Seiten des Hochschulstandorts Baden-Württemberg betonen. Meines Wissens gehen aber mehr Studentinnen und Studenten in andere Bundesländer, als gleichzeitig aus anderen Bundesländern nach Baden-Württemberg kommen. Wo sehen Sie dafür die Ursachen? Wo sind denn die Probleme, die wir angehen müssen, damit Baden-Württemberg wirklich so toll ist, dass möglichst viele Studierende nach Baden-Württemberg kommen? Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Petra Olschowski: Ja, die Zahlen, auf die Sie sich berufen, sind jetzt zwei, drei Jahre alt. Wir haben im Moment – sagen wir mal so – wieder leicht steigende Studierendenzahlen in den Erstsemestern. Damit verändert sich auch die Studierendenbewegung. Aber tatsächlich gibt es da ein Feld, auf das wir schauen müssen. Das hat zum Teil mit den Mieten in Baden-Württemberg zu tun, das hat mit Standortfragen zu tun, die über die reinen Möglichkeiten eines Wissenschaftsministeriums hinausgehen, und es hat damit zu tun, dass der Standort Baden-Württemberg stark techniklastig ist und die jungen Studierenden heute deutlich stärker in andere Studienbereiche gehen. Dafür ist dieses Transformationsbudget gedacht, das den Hochschulen in Zukunft die Möglichkeit geben soll, ihr Studienportfolio umzubauen und auszurichten. Das bedeutet nicht, dass die Studierenden von den MINT-Studiengängen weggehen sollen; denn ich bin davon überzeugt, dass unser Standort natürlich weiterhin Maschinenbau, Elektrotechnik und all die anderen Fächer benötigt. Aber sie müssen anders aufgestellt werden. Wir brauchen englischsprachige Studienangebote, wir brauchen Veränderungen in den Curricula. Dafür sind diese Mittel da: um den Standort auch an diesen Stellen attraktiver zu machen. (Beifall bei den Grünen – Vereinzelt Beifall bei der CDU) e – 110. Sitzung – Donnerstag, 12. Dezember 2024

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