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Martin Rivoir

SPD 12.12.2024 Sitzungen 17/110

Frau Präsidentin, vielen Dank. – Ich versuchte gerade, von der Frau Ministerin auch den Applaus von Ihnen sozusagen zu bekommen, doch es war nur einseitig. Wie auch immer. (Zurufe) Ich will noch mal drei oder vier Punkte aufgreifen. Herr Köhler, Ihre Rede war ja toll, aber sie war offensichtlich zu einem Zeitpunkt geschrieben, als wir noch nicht über vier Jahre Verzögerung (Abg. Erwin Köhler GRÜNE: Ich habe es erwähnt! Ich fand sie auch toll!) (Martin Rivoir) und über andere Dinge sprechen konnten. Dass dort saniert werden muss und wir alle dafür sind, dieses Gebäude zu sanieren und den Kulturstandort hier zu stärken, das ist alles wunderbar. Wir haben nur leider in der Zwischenzeit andere Randbedingungen. Deswegen muss man, wenn man die Ziele, die Sie formuliert haben, ernsthaft angehen will, jetzt darüber nachdenken. Herr Sturm, der Landtag hat es jederzeit in der Hand, etwas zu tun. Na ja, die letzten vier Jahre im Finanzausschuss habe ich zumindest nicht gemerkt, dass man mal ernsthaft über das Projekt geredet hat. (Abg. Manuel Hagel CDU: Wer ist da der Vorsitzen- de? – Zuruf: Wer ist da Vorsitzender?) Es war ja auch kein Anlass dazu da; das ist auch in Ordnung. (Abg. Manuel Hagel CDU: Das liegt am Vorsitzen- den!) Aber jetzt, in Anbetracht der neuen Randbedingungen, nämlich vier Jahre Bauverzögerung und erhöhte Kosten, müssen wir darüber reden. Dazu wäre heute der Zeitpunkt gewesen, zu sagen: Jawohl, wir wollen eine ernsthafte Prüfung von Alternativen. Vielleicht kommt ja noch etwas. Ich denke, dass die Zeit für diese Variante spielt, aber dann wird es auch nicht teurer. Frau Ministerin, das war natürlich eine schöne und empathische Beschreibung des Littmann-Baus. Das ist alles gut, das teilen wir. Niemand sagt, der Bau solle abgerissen oder nicht saniert werden. Natürlich müssen wir ihn sanieren. Aber die Frage ist, ob wir mit diesem vielen Geld, das wir investieren, am Schluss – wie ich es dargestellt habe – den Mehrwert eines weiteren Hauses und einen schön sanierten Littmann-Bau, der keine Kreuzbühne hat, dort nicht aufgerissen werden muss und keine neue Ober- und Unterbühne eingebaut bekommt, haben. Das wäre die Überlegung an der Stelle. Es hat mich jetzt schon etwas nachdenklich gemacht, dass Sie als Kunstministerin hier gleich, wenn nur darüber diskutiert wird, abwehrend agieren, dass wir ein größeres Ballett bekommen. Es wäre doch schön, wenn so viele Leute auf Karten warten. (Zuruf der Ministerin Petra Olschowski) Dann könnten wir doch auch mit mehr Vorstellungen das ganze Volk in Baden-Württemberg und weit darüber hinaus entsprechend erfreuen. (Beifall bei den Grünen und des Abg. Dr. Uwe Hell- stern AfD) Ich sage Ihnen jetzt mal: Wir sind hier nicht am Ende der Debatte, und es wird uns noch eine Zeit lang, in den nächsten Jahren verfolgen. Ich denke, dass wir am Ende des Tages über einen alternativen Standort in diesem Plenum noch mal ernsthaft sprechen werden. Vielen Dank. (Beifall bei der SPD – Vereinzelt Beifall bei der CDU)

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