Dr. Wolfgang Reinhart
Der Innenminister hat jetzt Gelegenheit zur Replik. Dafür erteile ich ihm das Wort. – Herr Minister Strobl, bitte. Minister des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Thomas Strobl: Vielen Dank. – Herr Präsident, meine sehr verehrten Damen und Herren Abgeordneten! Es war im Laufe dieser Debatte mehrfach vom „König von Württemberg“ die Rede. Zur Zeit des ersten Königs von Württemberg, an- (Minister Thomas Strobl) no 1792, hat Wilhelm von Humboldt einen klugen Satz gesagt – – (Abg. Dr. Hans-Ulrich Rülke FDP/DVP: Da gab es noch gar keinen König! Das war erst 1806! Nicht ein- mal das weiß er! – Weitere Zurufe) – 1792, Herr Kollege Oberlehrer. (Abg. Dr. Hans-Ulrich Rülke FDP/DVP: Da gab es noch keinen König! Da gab es noch keinen König! Da gab es noch einen Herzog! Erst nach dem Reichsdeputationshauptschluss! – Weitere Zurufe) – 1792, Wilhelm von Humboldt, Herr Oberlehrer, das muss ich Ihnen einfach sagen: Auch da sind Sie nicht faktenfest. (Abg. Dr. Hans-Ulrich Rülke FDP/DVP: Nein, Sie haben keine Ahnung von Geschichte, genauso wie von Französisch! – Heiterkeit der Abg. Julia Goll FDP/DVP) Da sind Sie wieder einmal nicht faktenfest und rufen einfach Unwahrheiten dazwischen. (Abg. Dr. Matthias Miller CDU: Er kann ja eine An- frage stellen!) Jedenfalls hat Wilhelm von Humboldt 1792 den Satz gesagt: Denn ohne Sicherheit ist keine Freiheit. Dieser Satz ist auch 232 Jahre später sehr wahr. Das gilt für die äußere Sicherheit, in die wir mehr investieren müssen, wenn wir in einem freien Land leben wollen, das gilt aber auch für die innere Sicherheit. Deswegen, meine sehr verehrten Damen und Herren: Mit dem Blick auf Europa, mit dem Blick auf die Welt, mit dem Blick auf Deutschland zeigt sich: Wir leben in unübersichtlichen Zeiten. (Glocke des Präsidenten)
