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Daniel Born

06.11.2024 Sitzungen 17/107

Frau Ministerin. Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: Die Jobcenter: Dort, wo die Zusammenarbeit gut funktioniert – und das hat sich in den letzten Jahren, möchte ich mal sagen, sehr erfolgreich entwickelt –, gab es schon am Anfang in Teilen Schnittstellenprobleme, also Schwierigkeiten, aber überwiegend gibt es da jetzt eine gute Zusammenarbeit. Die Arbeitslosenberatungszentren sind ein niederschwelliges Angebot, das eben auch von Personen einer bestimmten Zielgruppe wahrgenommen wird, die sich ansonsten nicht an ein Jobcenter wenden würden, und diese Zielgruppe holt man mit den Arbeitslosenberatungszentren ab. Das Landesarbeitsmarktprogramm wird dann mit BeJuga – 2,4 Millionen € – weitergeführt. BeJuga ist im Grunde ein Projekt, das wir aufgesetzt haben, das schon früh ansetzt, um – das ist auch meine Devise – junge Menschen frühzeitig zu befähigen, sie zu begleiten und zu ermöglichen, dass sie einen Schulabschluss machen, dass sie in Ausbildung gehen oder in ein Studium – egal, wofür sie sich entscheiden – und dann eben auch in den Arbeitsmarkt eintreten. Genau da setzen wir mit BeJuga an und haben da auch große Erfolge. Die Erfolge sind auch messbar; es ist ja immer schwierig – auch in den anderen Bereichen –, den Erfolg entsprechend zu (Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut) messen. Die anderen Bereiche sind natürlich Beratungsangebote. Da sind Strukturen entstanden, die tragen und die auch unterstützend wirken. Aber das zu quantifizieren, das ist schon herausfordernder. Die Menschen müssen uns natürlich auch keine Rückmeldungen geben, welche Schritte sie nacheinander gegangen sind. BeJuga wird jetzt also der Kern bleiben. An dieser Stelle vielleicht etwas zum Passiv-Aktiv-Tausch. Auch das war ja ein Konzept, das in Baden-Württemberg entwickelt wurde und welches als Landesarbeitsmarktprogramm über viele Jahre hinweg aus Landesmitteln finanziert wurde. Hier hat man nicht für die Arbeitslosigkeit gezahlt, sondern dafür, Arbeitslose in Arbeit zu bringen. Sobald sie also in Arbeit gebracht worden sind, hat das Land unterstützt. Dieser Passiv-Aktiv-Tausch wurde vom Bund aufgegriffen und ist jetzt Teil des SGB II, wird jetzt also quasi vom Bund finanziert, ist aber ein Projekt, das in Baden-Württemberg – vor meiner Zeit, aber wir haben es damals natürlich auch weitergeführt – entwickelt wurde und jetzt erfolgreich vom Bund übernommen wurde und finanziert wird. Auch da haben wir aus Baden-Württemberg heraus in diesem Bereich also wirklich etwas bewegt.

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