Dr. Gisela Splett
Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren! Ich beantworte die Mündliche Anfrage der Abg. Gabriele Rolland namens der Landesregierung wie folgt: Die Machbarkeitsstudie ist weit fortgeschritten. Im Sommer lag auch etwas vor. Allerdings hat sich gezeigt, dass es notwendig ist, eine zusätzliche Variante zu betrachten, eine konsolidierte Unterbringung auf landeseigenen Flächen. Das wird noch untersucht und ergänzend dargestellt. Dabei wird u. a. betrachtet, ob es möglich ist, die Anmietung in der Arnold-Janssen-Straße durch einen Ersatzneubau auf dem landeseigenen Areal in Mosbach zu ersetzen. Es wird auch untersucht, ob das landeseigene Areal weiteres Potenzial bietet, beispielsweise wenn bestehende ehemalige Schulgebäude durch weitere Ersatzneubauten ersetzt werden. Die ergänzte und überarbeitete Machbarkeitsstudie soll noch im Herbst 2024 vorgelegt werden. Der Herbst hat ja erst angefangen. (Abg. Gabriele Rolland SPD: Am 22. September!) Diese Machbarkeitsstudie soll dann die Basis für die weiteren Entscheidungen darstellen. Wichtig ist mir an dieser Stelle auch noch der Hinweis, dass die Fertigstellung der Machbarkeitsstudie noch nicht bedeutet, dass gleich gebaut wird. Wie Sie wissen, gibt es eine Vielzahl wichtiger Vorhaben im Hochschulbereich, sodass es auch immer auf die landesweite Prioritätensetzung ankommt. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass wir für die DHBW auch an anderen Standorten tätig sind und waren. So wurde der Ersatzneubau für die Fakultät Technik in Stuttgart vor nicht allzu langer Zeit fertiggestellt. Die Gesamtbaukosten betrugen 113 Millionen €. In Heidenheim ist ein Neubau für rund 40 Millionen € im Bau. In Villingen-Schwenningen sind Maßnahmen im Bau, und für Bad Mergentheim und Ulm laufen Planungen. Zu Ihrer zweiten Frage: In der Machbarkeitsstudie wurden und werden für die Neuunterbringung der Dualen Hochschule in Mosbach innovative Raum- und Synergiekonzepte erstellt, um am Ende zu flächensparenden Unterbringungsvarianten zu kommen und eine effiziente Gebäudenutzung für modernes Lernen zu ermöglichen. Dabei werden innovative Lernformate sowie neue Arbeitswelten mit flexiblen und bedarfsgerechten Bürokonzepten zugrunde gelegt. Insbesondere wird basierend auf schematischen Grundrissen und Flächennachweisen im Rahmen der Machbarkeitsstudie versucht, die Hochschule gewissermaßen neu zu denken – innovativ, digital, interdisziplinär und international. In Skizzen und beispielhaften 3D-Darstellungen wird das konventionelle Raumprogramm in ein Programm für eine neuartige Hochschullandschaft übersetzt. Das Ziel ist dabei, ein bauliches Umfeld zu schaffen, das optimale räumliche Bedingungen für „New Learning“ bietet. Was heißt das? Das heißt agiles Lernen, Flexibilisierung, Anpassungsfähigkeit – auch der Räumlichkeiten –, kollaborati- (Staatssekretärin Dr. Gisela Splett) ves Lernen. Studierende sollen nicht nur Wissen konsumieren, sondern ihr Wissen auch teilen. Es geht um selbst organisiertes Lernen, einzeln und in Gruppen mit einem Wechsel von dozentenzentrierten und studierendenzentrierten Lernphasen. Wir bemühen uns, in dieser Machbarkeitsstudie für alle Varianten geeignete Raumkonzepte für solche Ansätze darzustellen. Eine abschließende Bewertung ist aber – das werden Sie verstehen – erst möglich, wenn die Machbarkeitsstudie in der ergänzten Form tatsächlich vorliegt.
