Daniel Born
Herr Minister. riode – 104. Sitzung – Mittwoch, 9. Oktober 2024 Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauk: Zuerst zur Frage 2: Die Landesgesellschaften haben Geschäftsführungen. Deren Verträge sind regelmäßig befristet. Im Regelfall sind das Fünfjahresverträge. Ich bin Aufsichtsratsvorsitzender von vier solcher Gesellschaften. Überall gibt es Befristungen. Vor jedem Auslaufen eines Vertrags wird von beiden Seiten geprüft: Brauchen wir unter Umständen eine Neuorientierung oder nicht? Das ist das Normalste der Welt. Der von Ihnen angesprochene Geschäftsführer war drei Perioden – also mit zwei Verlängerungen – im Amt. Nach 15 Jahren hat der Aufsichtsrat beschlossen, den Vertrag nicht weiter zu verlängern. Der Geschäftsführer wurde nicht entlassen. Der Vertrag läuft ganz normal aus. Er wird nicht verlängert. Wo ist das Problem? Das ist in jedem Unternehmen gang und gäbe. Da gibt es, meine ich, keine Probleme. Die Arbeit der Marketinggesellschaft Baden-Württemberg ist davon nicht beeinträchtigt. Das Weitere: Ich habe schon angekündigt, was wir umgehend angehen werden. Das ist erstens das Thema Marktbeirat, wofür wir demnächst die gesetzliche Grundlage liefern. Wir werden den Kulturlandschaftsrat und auch den Marktbeirat sehr schnell einberufen. Das Zweite ist die Dachmarke, die wir im November vorstellen werden und die dann das Thema „Regionale Lebensmittel“ weiter befördern soll und will. Unter „Dachmarke“ ist natürlich auch zu verstehen, dass die Marken mit dem Qualitätszeichen Baden-Württemberg oder mit dem Biozeichen Baden-Württemberg an den Markt gelangen sollen und wir diese verstärkt bewerben wollen. Wir werben nicht für Einzelprodukte, sondern für Produkte aus Baden-Württemberg. Dazu zählen natürlich weitere Maßnahmen, z. B. der Absatz des Wildfleisches. Wenn Sie auf den Cannstatter Wasen kommen – ich will dafür keine Werbung machen –, so bietet dort eines der Festzelte regionale Speisen und Getränke an. Wenn Sie dort ins „Albdorf“ gehen, werden Sie eine Fülle von Anbietern finden, die nur regionale Speisen und Getränke anbieten. Die fallen auch nicht vom Himmel, sondern wir haben gemeinsam mit den Unternehmern versucht, das entsprechend zu initiieren. Das ist deutschlandweit überhaupt das einzige Volksfest in dieser Größenordnung, das solche Maßstäbe setzt. Daran können sich andere ein Beispiel nehmen. – Das sind Beispiele dafür, was wir schon sofort angegangen sind und was wir weiter angehen werden. (Beifall bei der CDU und des Abg. Andreas Schwarz GRÜNE)
