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Daniel Born

15.05.2024 Sitzungen 17/95

Vielen Dank, Herr Kollege. – Frau Wirtschaftsministerin. Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: Sehr geehrter Herr Landtagspräsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Danke, dass wir über dieses Thema diskutieren können; denn die Zukunft Baden-Württembergs als Hochinnovationsland, als Technologieland hängt natürlich auch ganz wesentlich davon ab, welche Rahmenbedingungen wir schaffen, gerade auch für neue Technologien. Die Quantenphysik ist die Basis dafür, dass derzeit ganz neue Technologien und Anwendungsfelder entstehen, mit bisher ungeahnten Möglichkeiten im Bereich der Quantensensorik, aber auch der Verschlüsselung, und im Bereich des Quantencomputings. Unsere Ambition, unser Ziel ist es, hier das führende Quantencluster zu werden, uns dahin gehend zu entwickeln. Wir haben wirklich das Potenzial, hier weltweit ganz oben mitzuspielen. Wir haben in Ehningen den ersten kommerziell nutzbaren Quantencomputer von IBM stehen. IBM hat gemeinsam, auch von uns, vom Land finanziert, ein Verbundprojekt auf den Weg gebracht – wir haben es als „Kompetenzzentrum Quantencomputing“ bezeichnet –, und zwar in Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Gesellschaft. Diese Zusammenarbeit hat dazu geführt, dass die Forschungsergebnisse, die in Ehningen mit Fraunhofer gemeinsam erzielt worden sind, und die Transformation in die Wirtschaft hinein weltweit für IBM das bisher erfolgreichste Modell dargestellt haben. Da können wir, denke ich, auch all den Wissenschaftlern und Unternehmen, die mitgewirkt haben, unseren Dank aussprechen. Im Zeitraum von 2020 bis 2024 sind elf vom Land geförderte Verbundprojekte entstanden. Es waren insgesamt 23 Fraunhofer-Institute, aber auch Hochschulinstitute und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie 58 Industriepartner assoziiert. Winfried Mack hat es gesagt: Die Möglichkeiten sind vielfältig. Und die Möglichkeiten für die einzelnen Branchen und einzelnen Unternehmen sind natürlich auch noch zu definieren. Über diese direkten Projekte hinaus konnten über wissenschaftliche Publikationen und Veranstaltungen zum Bereich Quantencomputing über 8 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht werden. Wie gesagt: Das ist weltweit das erfolgreichste Projekt, und ich freue mich, dass wir dieses Projekt weiterführen können. Als Sitzland des europaweit ersten kommerziellen IBM-Quantenrechners und -rechenzentrums sowie des ersten, bundesweit führenden Fraunhofer-Kompetenzzentrums Quantencomputing haben wir uns nämlich dazu entschieden, für die Weiterentwicklung und den Ausbau dieses Kompetenzzentrums insgesamt 20 Millionen € zur Verfügung zu stellen, sodass die Finanzierung für die nächsten Jahre gesichert ist, damit wir auch künftig von diesem Ökosystem, das durch die Forschungsinitiative und den Transfer in die Wirtschaft hinein entsteht, profitieren können. Winfried Mack hat gefragt, ob es schon konkrete Anwendungsfälle oder Potenziale gibt. Ich möchte einmal das Start- (Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut) up Q.ANT herausgreifen. Schon jetzt können über Quantensensorik Gelenkteile eines Körpers, die amputiert werden mussten, oder Körperteile, in denen die Nerven nicht mehr funktionieren, angesteuert werden. Das heißt, behinderte Menschen werden ihre Gliedmaßen wieder bewegen können. Da müssen wir natürlich noch einen Weg gehen, aber ich denke, das Potenzial ist enorm. Allein schon deshalb lohnt es sich, das Geld in die Hand zu nehmen. QuantumBW, die große Initiative, die übergreifend mit dem Wissenschaftsministerium aufgesetzt wurde, wird dadurch natürlich enorm gestärkt. Ich bin überzeugt, dass daraus auch Zukunftstechnologien, Wertschöpfung und Arbeitsplätze bei uns im Land entstehen, die wir in dem Strukturwandel, in dem wir uns derzeit befinden, auch dringend benötigen.

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