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Thomas Poreski

GRÜNE 17.04.2024 Sitzungen 17/92

Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Nach 20 Jahren endet die Ära des G 8 als Regelform des Gymnasiums. (Beifall bei der FDP/DVP) Ob das eine gute Entscheidung ist, hängt davon ab, wie wir das neue G 9 ausgestalten und wie wir die damit verbundenen Fragen beantworten. Gut sind auf jeden Fall die Motive für den Volksantrag. Viele Schülerinnen und Schüler stöhnen über die Stofffülle und darüber, dass sie durch die schiere Menge – nicht durch das Niveau übrigens – überlastet sind. Mehr Zeit für ihre Kinder, das ist ein berechtigtes Anliegen der Eltern, die heute als Hilfslehrkräfte eingespannt sind. So ist es auch mehr als verständlich, dass viele Eltern den Volksantrag unterstützt haben. Die Frage ist nun: Wird es mit G 9 automatisch besser? Daran gibt es berechtigte Zweifel – selbst wenn wir nur auf die allgemeinbildenden Gymnasien schauen und die anderen G-9-Optionen außen vor lassen, von denen es in Baden-Württemberg mehr gibt als anderswo. Seit einem Jahrzehnt hat jedes zehnte allgemeinbildende Gymnasium in einem Modellversuch das G 9. Ist dort alles besser? Nicht unbedingt. Der Anteil der Kinder, die an unseren G-9-Gymnasien scheitern, liegt mit gut einem Drittel noch höher als an den G-8-Gymnasien. (Thomas Poreski) Viele Lehrende, viele Lernende und viele Eltern wünschen sich am Gymnasium mehr Freiräume für eine vertiefte Kompetenzbildung, mehr fächerübergreifendes und projektorientiertes Lernen. Mehr Platz für zukunftweisende Pädagogik und zeitgemäße Prüfungsformate sind eine Voraussetzung dafür, dass wir in den internationalen Bildungsvergleichen wie PISA besser werden. G 9 ist hier keine hinreichende Antwort. Viele erfolgreiche Bildungsnationen erzielen in G 8 mit weniger Belastung bessere Ergebnisse als jedes deutsche Bundesland. Nichtsdestotrotz: Jetzt haben wir mit G 9 die Chance, besser zu werden, und diese wollen wir nutzen. (Beifall bei den Grünen und Abgeordneten der CDU) Wir wollen in der Bildung in die Champions League. (Lachen des Abg. Anton Baron AfD – Abg. Dr. Hans- Ulrich Rülke FDP/DVP: Sagte der SV Darmstadt! –

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