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Volker Schebesta

01.02.2024 Sitzungen 17/87

Herr Präsident, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Namens der Landesregierung beantworte ich die Mündliche Anfrage der Kollegin Steinhülb-Joos wie folgt: Zur Frage unter Buchstabe a: Im Rahmen des integrierten Semesterpraktikums, ISP, und des Schulpraxissemesters, SPS, sollen die Studentinnen und Studenten das Schulleben und den Schulalltag in allen Facetten kennenlernen. Sie nehmen an schulischen Veranstaltungen, außerunterrichtlichen Veranstaltungen, Konferenzen, Klassenpflegschaftsabenden usw. teil, hospitieren und unternehmen eigene Unterrichtsversuche. Die Unterrichtspraxis wird von regelmäßigen bildungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Veranstaltungen an den Pädagogischen Hochschulen für das ISP bzw. an den Seminaren für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte für das SPS flankiert. Die Durchführung der Praxisphasen löst also bei den Pädagogischen Hochschulen bzw. den Seminaren einen hohen Betreuungsaufwand aus. Eine Vergütung ist vor diesem Hintergrund nicht vorgesehen und deren Einführung auch nicht geplant. Hinzu kommt, dass auch andere Studiengänge, die Nachwuchs auch für Mangelbereiche ausbilden, ebenfalls verpflichtende unbezahlte Praxisphasen vorsehen. Eine Privilegierung der Lehramtsstudentinnen und -studenten würde als ungerecht empfunden bzw. könnte weitere Forderungen nach sich ziehen. Zur Frage unter Buchstabe b: Eine Attraktivitätssteigerung der Lehramtsstudiengänge durch einen finanziellen Anreiz in Form einer Vergütung schulpraktischer Phasen während des Studiums wird mit Blick auf den Umfang dieser Phasen – nämlich zwölf Wochen – im Gesamtgefüge des Studiums bzw. der Ausbildung nicht erwartet. Es wäre eher mit einem Mitnahmeeffekt zu rechnen, ohne Auswirkungen auf die Zahl der Studentinnen und Studenten.

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