Hans-Peter Storz
Herr Minister, vieles in Ihrer Rede kann ich unterschreiben, beim letzten Satz hätte ich Ihnen vielleicht sogar gern Beifall geklatscht. Aber zwei Dinge muss ich jetzt doch noch sagen. (Hans-Peter Storz) Das Erste ist: Ich frage mich, welche Einflussmöglichkeiten Sie als Grüner auf die Bundesregierung haben. Da bin ich ja schon ein bisschen enttäuscht. Ich habe immer gedacht, der Minister hat dort Einfluss, (Abg. Dr. Christian Jung FDP/DVP: Nein, nein, hat er nicht! – Abg. Dr. Hans-Ulrich Rülke FDP/DVP: Das ist ja das Problem!) kann dort etwas einbringen und da mitsprechen. Da bin ich enttäuscht. Schade, dass es nicht so ist, Herr Minister. (Beifall bei der SPD – Zuruf des Abg. Dr. Christian Jung FDP/DVP) Das Zweite betrifft einfach die hohen Ziele und die Erwartungen, die Sie damit wecken. Da muss ich sagen – ich muss jetzt einen etwas blöden Vergleich bringen –, Sie kommen mir wie ein Vater vor, der in der Adventszeit bei den Kindern die Erwartung weckt: „Diesmal steht unter dem Christbaum das große Märklin-Eisenbahnpaket.“ (Zuruf: Echt?) Dann kommt Weihnachten, und was finden sie unter dem Christbaum? Eine Sparbüchse mit einem Zettel dran: „Fragt doch bitte auch die Oma noch, ob sie noch mitfinanzieren kann, und fragt den Patenonkel. Dann könnt ihr die 10 €, die da drin sind, auch noch entsprechend aufstocken.“ Herr Minister, wenn man Erwartungen weckt, dann muss man sie auch erfüllen, sonst sind Enttäuschung und Frust vorprogrammiert. Vielen Dank. (Beifall bei der SPD)
