Dr. Erik Schweickert
Aha!) Aber der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband fordert keineswegs ein Genderverbot. (Zuruf: Oh!) Vielmehr bemängelt er, dass es bisher keine einheitliche Gendervariante gibt, auf die sich sehbehinderte Menschen sowie die Hersteller von Computervorleseprogrammen einstellen könnten. (Abg. Raimund Haser CDU: Mit dieser Frage müss- ten sie sich nicht beschäftigen, wenn im öffentlichen Schriftverkehr ganz normal geschrieben würde!) Es geht bei der Genderkritik des Sehbehindertenverbands also nicht um das Ob, sondern um das Wie. Das ist eine konstruktive Kritik, für die man Lösungen finden kann – vorausgesetzt, es geht überhaupt um Lösungen. (Abg. Raimund Haser CDU: Die Lösung lautet: Wir verzichten einfach darauf! Das ist die Lösung!) Aber, Herr Rülke, Ihnen geht es nicht um Lösungen, Ihnen geht es darum, eine politische Scheindebatte am Köcheln zu halten. (Beifall bei den Grünen – Zuruf des Abg. Raimund Haser CDU) Ich sage Ihnen: Auch wenn Sie hier die vierte, die fünfte oder die sechste Anti-Gender-Debatte anmelden: (Abg. Andreas Stoch SPD: Bitte nicht!) iode – 86. Sitzung – Mittwoch, 31. Januar 2024 Sie werden die gesellschaftliche Diskussion und die gesellschaftliche Entwicklung nicht aufhalten. Sprache verändert sich. Sprache verändert sich nicht von oben, sondern Sprache verändert sich von unten. Sprache verändert sich, weil sich unsere Gesellschaft verändert. Genau das passiert auch beim Gendern. Es gibt viele, insbesondere junge Menschen, die das Bedürfnis haben, über das Gendern ihren Respekt für alle Geschlechter auszudrücken. (Abg. Rüdiger Klos AfD: Quatsch! – Gegenruf des
