Dr. Boris Weirauch
Frau Präsidentin, werte Kolleginnen und Kollegen! Ich muss jetzt doch noch einmal das Wort ergreifen, weil die Frau Ministerin hier lamentiert hat – – Sie hat gesagt, dass sich die Bedarfe verdoppelt hätten, hat uns aber nicht erklärt, inwiefern sich dadurch tatsächlich auch das Leitungsnetz an die quantifiziert wesentlich höheren Bedarfe ankoppelt. Sie haben nur gesagt, Sie seien in Berlin gewesen – gemeinsam mit Ihrer Kollegin – und hätten dort konsultiert. Das sind dann aber halt doch nur – das habe ich vom Kollegen Mack gehört – 500 km Leitungen. Da müssen Sie sich schon fragen, ob Sie Baden-Württemberg tatsächlich mit kraftvoller Stimme in Berlin vertreten und ob Sie dort in der Bundesregierung überhaupt Gehör finden. Das ist offenbar nicht der Fall. (Beifall bei der SPD) Aber dann können Sie doch nicht hier im Landtag die Opposition dafür kritisieren, dass Sie in Berlin kein Gehör finden. Wo sind wir denn hier? Das gibt es doch nicht! Aber Sie haben uns ja angeboten – – Kollege Stoch oder auch meine Wenigkeit, wir kommen, wenn Sie Unterstützung brauchen, gern mit dazu, wenn Sie uns benötigen. An uns soll es nicht scheitern. Aber wir müssen schon erwarten können, dass die Landesregierung hier nicht nur mit dem Finger auf Berlin zeigt, sondern dass sie dort tatsächlich die Interessen Baden-Württembergs vertritt und, wenn es Mehrbedarfe im Leitungsnetz gibt, dann dort die entsprechenden Mehrbedarfe auch bewilligt bekommt. Wenn das nicht der Fall ist, muss das Land Baden-Württemberg tatsächlich selbst in die Verantwortung genommen werden und eben ein Verteilnetz errichten, welches die Deckung des Bedarfs in Baden-Württemberg tatsächlich flächendeckend sicherstellt und die Unternehmen im Land in die Lage versetzt, sich preisgünstig und in ausreichendem Maß mit Wasserstoff zu versorgen. Vielen Dank. (Beifall bei der SPD)
