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Michael Joukov

GRÜNE 30.11.2023 Sitzungen 17/81

Herr Minister, es ist ein offenes Geheimnis, dass das Netz in Baden-Württemberg in einem Zustand ist, der dazu führt, dass es häufiger zu Verspätungen kommt. Auch wenn es jetzt von Berlin mehr Geld geben wird, wird es Jahre dauern, bis es verbaut sein wird. Die naheliegende Folge daraus wäre, die Fahrpläne so zu stricken, dass mehr Reserven zum Ausgleich von Verspätungen angeboten werden können. Was plant die Landesregierung in dieser Sache? Minister für Verkehr Winfried Hermann: Es ist richtig: Wir haben in den letzten Jahren häufig die Fahrpläne so gestrickt, dass man, auf dem Papier jedenfalls, schnelle Zeiten hat, dass die Fahrzeit insgesamt kurz ist, weil das natürlich auch ein wichtiges Argument ist. Wir haben dabei festgestellt, dass die Umsteigezeiten zu knapp bemessen waren, gemessen an der nicht sicheren Ankunftszeit. Deswegen haben wir die Strategie geändert. Die letzten Verträge, die wir geschlossen haben, sehen deutlich mehr Umsteigepuffer vor, um die Qualität insgesamt zu sichern. Das ist auch unser klarer Schwerpunkt. Nachdem wir viele Jahre lang das Angebot insgesamt ausgebaut haben und an die Leistungsgrenze des Schienensystems in dem Sinn gekommen sind, dass dort jetzt nicht mehr mehr Züge draufpassen, die funktionieren, oder man die Anschlüsse dann nicht mehr unterbringen kann, setzen wir in den nächsten Jahren konsequent auf Qualität – Qualität der Anschlüsse, Qualität der Züge – und darauf, dass die Züge nicht nur pünktlich sind, sondern auch sauber und mit funktionierenden Toiletten ausgestattet sind, sodass auch Herr Rösler sie benutzen kann.

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