Elke Zimmer
Herr Präsident, lieber Kollege Schweickert! Auch ich hätte nicht gedacht, dass ich mit Ihnen noch mal über dieses Thema sprechen werde. (Zuruf von der AfD: Die eine Minute ist rum!) Jetzt mache ich es ganz kurz. Diese Risse sind bekannt, sie sind auch farblich markiert. Diese Risse werden seit einem halben Jahr beobachtet. Sie haben sich nicht verändert. Das heißt, das Bauwerk ist stabil. Ein gewisses Maß an Rissen gehört tatsächlich zu einem solchen Brückenbauwerk, wenn mit Stahlbeton gearbeitet wird, auch dazu. Ich habe mir das technisch erklären lassen. Es braucht diese Risse, um die Zug- und Druckkräfte zu aktivieren, damit die Brücke wirklich standhaft ist. Sind die Risse allerdings zu groß – es geht dabei um 0,2 mm; das ist der Toleranzwert –, muss nachgearbeitet werden. Wir haben dort jetzt wohl auch Risse, die etwas größer als diese 0,2 mm sind. In den nächsten Wochen wird Injektionsharz in den Beton injiziert. Die Stellen eines Brückenbauwerks, die mit diesem Injektionsharz behandelt wurden, sind genauso stabil wie die Stellen, an denen nicht nachgearbeitet wurde. Das wird in den nächsten Wochen passieren. Zusätzlich wird noch eine „Finish-Farbe“ aufgebracht, die den gesamten Beton noch einmal besonders schützt. Denn es geht darum: Brücken sind anfällig dafür, dass es, wenn Salzwasser in die Risse kommt, gerade im Winter, wenn gestreut wird, dort zu rosten anfängt. Das soll eben nicht passieren. Das Erfreuliche ist: Das hat nicht zur Folge, dass es noch einmal Verkehrssperrungen gibt. Diese Injektionsmaßnahmen werden aller Voraussicht nach außerhalb der Hauptverkehrszeiten und ohne Vollsperrung durchgeführt. Es muss vielleicht außerhalb der Hauptverkehrszeiten einmal eine Spur gesperrt werden, aber es braucht dafür keine Vollsperrung mehr, (Glocke des Präsidenten) die es auch gab. Ab morgen ist ohnehin wieder alles geöffnet. Ich glaube, das ist die allerpositivste Nachricht: dass endlich auch die Sperrungen von „Unterm Berg“ beendet sind.
