Dr. Dorothea Kliche-Behnke
Eine weitere Frage: Sie haben auf die 40 % an Poolärztinnen und Poolärzten in Baden-Württemberg abgehoben. Wie bewerten Sie, dass es auch Einschränkungen in Landkreisen geben muss, in denen kein einziger Poolarzt oder keine einzige Poolärztin eingesetzt wird, weil die Kassenärztliche Vereinigung darauf drängt? Minister für Soziales, Gesundheit und Integration Manfred Lucha: Ich gehe davon aus, dass die Kassenärztliche Vereinigung mit Pool- und Nichtpoolärzten ein Gesamtportfolio der Versorgung macht. Man muss mal eines sehen: Die Kernaufgabe der Versorgung ist die Regelversorgung in den Geschäftsbetrieben. Das ist die Kernaufgabe. Da kennen Sie die Herausforderungen, auch Fehler der Vergangenheit, die weit vor uns liegen, die wir zu korrigieren haben, wo ich froh bin, dass wir überhaupt noch Sicherstellungen hinbekommen. Wenn ich jetzt auf die Ostalb schaue: Dort haben wir jetzt endlich, nach wahnsinnig viel Aktivitäten, wieder zwei neue Ärztinnen dazugewonnen, um die Basisversorgung zu haben. Denn wenn Sie keine Basisversorgung haben, wie wollen Sie dann die Zusatzversorgung absichern? Das ist doch genau der Gedanke. Deswegen bin ich der festen Überzeugung, dass die KV die Zuordnung bei der Notfallversorgung richtig macht.
