Thomas Poreski
Landesweit 99!) Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich habe eine durchaus ausgeprägte Vorstellungskraft, aber ich hätte mir niemals vorstellen können, dass die Bildungsbiografie eines baden-württembergischen Schülers am Losglück hängen würde. So weit sind wir mittlerweile in diesem Land, liebe Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der FDP/DVP) Mittlerweile sind es ausschließlich die Grünen, die für ein G 8 am allgemeinbildenden Gymnasium sind. Der Grund hierfür ist schon bemerkenswert: Wenn das G-8-Gymnasium unattraktiv ist, dann gehen vielleicht ein paar Schüler von dort auf die Gemeinschaftsschulen, (Abg. Thomas Poreski GRÜNE: Verschwörungsthe- orie! – Abg. Andreas Schwarz GRÜNE: Ach nein! Das können Sie überhaupt nicht belegen, Herr Kollege! Das ist so was von abwegig!) um in neun Jahren dort das Abitur zu machen – so zumindest die Hoffnung der Grünen. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Um das grüne Lieblingskind Gemeinschaftsschule zu unterstützen, soll das Gymnasium möglichst unattraktiv gehalten werden. (Beifall bei der FDP/DVP) Ein schwerer Nachteil für Kinder und Jugendliche auf dem allgemeinbildenden Gymnasium wird dabei von den Grünen bewusst in Kauf genommen. Früher nannte man so etwas „Schwarze Pädagogik“. Vielleicht sollte man sich überlegen, in Zukunft eher von „Grüner Pädagogik“ zu sprechen, liebe Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der FDP/DVP) (Dr. Timm Kern) Und bislang schauen die Christdemokraten vom Spielfeldrand interessiert, aber passiv zu. Wer also wirklich für G 9 an allen Gymnasien ist und sicher sein will, dass nicht nur lamentiert, sondern auch gehandelt wird, der kommt um die FDP nicht herum. (Lachen bei den Grünen und Abgeordneten der CDU – Zuruf von den Grünen: Wir haben keine Vorschläge für Lösungen gehört!) Liebe Fraktionsmitglieder von Grünen und von Christdemokraten: Wenn Sie meinen, dass ich Ihren beiden Fraktionen heute Unrecht getan habe, so können Sie leicht das Gegenteil beweisen. Ich habe heute Formulare der Volksinitiative G 9 dabei. (Der Redner hält ein Dokument hoch.) Wenn es Ihnen also mit G 9 ernst ist, dann dürfen Sie heute hier gern unterschreiben. Lassen Sie Ihren Worten Taten folgen. (Abg. Andreas Schwarz GRÜNE: Seit wann unter- schreiben Abgeordnete eine Volksinitiative? Wir sind doch gewählte Abgeordnete!) Ganz herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der FDP/DVP)
