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Winfried Kretschmann

29.06.2023 Sitzungen 17/69

Nein. (Abg. Daniel Karrais FDP/DVP: Nein!) Das machen wir dann bitte in der zweiten Runde. Unser zukünftiger Wasserstoffbedarf muss dabei nicht nur unsere Industrie einbeziehen, sondern auch zukünftig notwendige Back-up-Kraftwerke und den Wasserstoff für den Schwerlastverkehr. Um den voraussichtlichen Bedarf unseres Landes nochmals zu aktualisieren und die international stark veränderten Rahmenbedingungen einzubeziehen, führen wir gerade in einer konzertierten Aktion eine neue Bedarfsabfrage durch – sehr wichtig! Wir gehen dabei von deutlich höheren Werten als vor dem Angriffskrieg Russlands aus. Das Ergebnis der Abfrage werden wir im dritten Quartal dieses Jahres vorlegen und in die Planung des Netzausbaus einbeziehen. Wir sind uns einig, dass die Realisierung des Netzausbaus mit einem klaren, verlässlichen Zeitplan verbunden werden muss, um Planungssicherheit für die Abnehmerinnen und Abnehmer zu schaffen. Bei alldem arbeiten wir eng mit unserem Fernleitungsnetzbetreiber terranets bw zusammen. Meine Damen und Herren, wir bereiten uns seit Jahren gezielt auf den Wasserstoffhochlauf in unserem Land vor. Dabei bedanke ich mich bei Frau Ministerin Walker für ihre voraus- (Ministerpräsident Winfried Kretschmann) schauende, ausgezeichnete Arbeit und allen anderen Kollegen im Kabinett, die sie dabei tatkräftig unterstützt haben. (Beifall bei den Grünen – Vereinzelt Beifall bei der CDU) Mit der Wasserstoff-Roadmap aus dem Jahr 2020 und ihrer Aktualisierung vor wenigen Wochen geben wir den Kurs vor. Mit unserer Plattform H2BW, mit unserem Wasserstoffbeirat, mit dem Cluster Brennstoffzelle und mit unserem Strategiedialog Automobilwirtschaft bringen wir die entscheidenden Akteure zusammen und genug Gewicht auf die Waage, um uns in Baden-Württemberg an die Spitze des Hochlaufs zu setzen. Mit unserer Konferenz und Messe hy-fcell werden wir international sichtbar und vernetzen uns. Wir investieren in unsere Technologieführerschaft und bereiten unsere Marktfähigkeit vor. Wir schließen national und international Kooperationen, um unsere Interessen zu sichern, um gemeinsame Projekte zu verfolgen und unsere Belieferung sicherzustellen. So machen wir Wasserstofftechnologie made in Baden-Württemberg zum Exportschlager und sichern unseren Energiebedarf für die kommenden Jahre und Jahrzehnte. So stellen wir die Weichen für das Baden-Württemberg von morgen – für ein klimaneutrales Land, in dem wir – hoffentlich – in Wohlstand und Freiheit zusammenleben. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten! (Anhaltender Beifall bei den Grünen und der CDU)

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