Thomas Marwein
In einem Monat wird eine Delegation der Landesregierung nach Burundi reisen. Dort soll der politische Dialog wieder in Gang gesetzt werden. Ziel ist es, die Partnerschaft durch einen kontinuierlichen und ge genseitigen Austausch weiter zu stärken. Die Devise der Partnerschaft lautet „Gleichberechtigt zusam menarbeiten“ und grenzt sich somit ganz klar von dem über kommenen Konzept der sogenannten Entwicklungshilfe ab. Im Fokus der Partnerschaft stehen gemeinsame Werte wie Menschenrechte, Frieden und globale Gerechtigkeit. (Beifall bei den Grünen und Abgeordneten der CDU) Darüber hinaus haben wir gemeinsam Bottom-up-Schwer punkte, sogenannte Cluster, identifiziert. Damit wollen wir folgende größere längerfristige Vorhaben gestalten und kon kretisieren: Das Agroforstcluster ist bereits erfolgreich im Gange und wur de nun um zwei Jahre verlängert. Der genossenschaftliche An satz garantiert eine gleichberechtigte und kontinuierliche Zu sammenarbeit. Das ist erfreulich; denn Kontinuität ist uns wichtig, um das Projekt langfristig zu sichern. Die Schulinitiative „Amahoro Burundi“ und die Initiative „Gute Regierungsführung“ sollen dem bewährten Muster des Agroforstclusters folgen. Beim Versöhnungscluster gibt es be reits feste Absprachen der Akteure, darunter auch der Kirchen. Die Planungen beim Gesundheitscluster sind auf einem guten Weg. Die gute Nachricht: All diese Vorhaben können im Rahmen der vorhandenen Haushaltsressourcen durchgeführt werden. Auch hier wird die Delegationsreise einen weiteren Schub ge ben und geplante Initiativen konkretisieren. (Abg. Willi Stächele CDU: Sehr gut!) Meine Damen und Herren, wir sind guten Mutes, dass sich die politische Öffnung in Burundi verfestigt und dass wir die se Vorhaben somit gemeinsam erfolgreich umsetzen können. Wir sind stolz, auf eine gewachsene und wiederbelebte Part nerschaft blicken zu können, die wir in naher Zukunft weiter stärken und ausbauen werden. (Thomas Marwein) Das Eine-Welt-Promotoren-Programm stärkt das Engagement der vielen Initiativen und Ehrenamtlichen in unserem Land in ihrem Einsatz für die globale Gerechtigkeit. 20 Fachpromo torinnen und -promotoren sind auf verschiedenen Ebenen im Einsatz. Sie stützen somit auch das zivilgesellschaftliche En gagement hier in Baden-Württemberg. Auch die Messe „Fair Handeln“ hier in Stuttgart war wieder ein herausragendes entwicklungspolitisches Ereignis. Dort konnten sich viele Engagierte und Interessierte mit der Poli tik austauschen und diskutieren. Den fairen Handel gibt es schon seit 50 Jahren in Baden-Württemberg; damals wurde der erste Fair-Handels-Laden eröffnet. Inzwischen gibt es 200 in Baden-Württemberg, 900 in Deutschland.
