Rudi Fischer
Vielen Dank für das Zulassen der Frage. – Das Thema „Autonomes Fahren“: Es wird an der Technik geforscht. Das ist die eine Seite. Es wird auch ge forscht, wie dieses autonome Fahren dann draußen in der Re alität tatsächlich geschieht. Wie sieht es hier z. B. mit der Ge setzgebung aus? Das braucht man auch in der Forschung. Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Petra Olschowski: Das Thema „Autonomes Fahren“ ist tatsächlich sehr komplex. Natürlich ist klar: Ähnlich wie bei der künstli chen Intelligenz, bei der wir die Forschung im Cyber Valley nicht machen können, ohne die ethischen Fragen, die morali schen Fragen, auch die philosophischen Fragen mit zu debat tieren, müssen wir natürlich auch beim autonomen Fahren al le Fragen, die sich vor allem rechtlich stellen, versicherungs technisch usw., mit in den Blick nehmen. Diese Fragen wer den natürlich vor Ort immer wieder auch in den Blick genom men. Es sind einfach zwei Dinge: Dieser Mobilitätscampus in sei ner Ausrichtung ist im Moment einer, der sehr stark auf tech nische Entwicklung fokussiert ist. Das bedeutet aber nicht, dass in der gesamtgesellschaftlichen Diskussion und auch in der Gesamtgemengelage der Universitäten die rechtlichen Hintergründe nicht auch geklärt würden. Aber es ist beim Mobilitätscampus in erster Linie einmal ei ne Entwicklung, die sich vor allem um technische Fragen kümmert. Aber im Gesamtbild und in der Gesamtdebatte der Hochschulen werden diese anderen insbesondere rechtlichen Fragen natürlich auch diskutiert und zurückgespiegelt. Doch die Schwerpunktsetzung ist hier tatsächlich technisch.
