landtag-bw.de ↗

Nikolai Reith

FDP 20.04.2023 Sitzungen 17/63

Das ist ein Grund, warum ich immer wieder nachfrage. Nur warten reicht natürlich nicht. Vielmehr müssen wir auch versuchen, vorwärtszukommen. Es sollten nicht nur Absichtserklärungen abgegeben werden, sondern es sollte auch versucht werden, Fakten zu schaffen. Drei Dinge sind mir aufgefallen. Zunächst einmal funktioniert es natürlich nicht, dass wir zuerst Infrastruktur schaffen und dann überlegen, ob der Zug hält. Das funktioniert nicht. Ich glaube, es braucht schon eine verlässliche Zusage, dass es auch einen Haltepunkt gibt. Dann kann man Infrastruktur schaffen, und dann kann man auch als Kommunaler – ich bin im Kreisrat und im Gemeinderat – argumentieren. Das müssen wir gemeinsam schaffen. Das leuchtet mir schon ein. Das kann aber nur sein, wenn man auch verbindlich weiß: Da hält der Zug, wenn wir die Infrastruktur geschaffen haben. Was die Abwägung in Bezug auf Nähe, Taktung und die Verbindung angeht: Das hat etwas damit zu tun, inwieweit der iode – 63. Sitzung – Donnerstag, 20. April 2023 ÖPNV oder auch der Schienennahverkehr angenommen werden. Wie nah ist der Haltepunkt, und wie häufig hält da ein Zug? Darauf will ich hinaus. Das sollte unbedingt in die Abwägung mit hinein. Es ist nicht zwingend so, dass die Fahrzeit, wenn es die Verbindung einmal gibt, immer länger würde. Vielmehr könnte man auch alternierende Halte vorsehen. Das sind alles relativ kleine Orte. Womöglich wären die Menschen dort zufrieden, wenn die Taktung nicht zu eng ist, der Zug dafür aber direkt im Ort hält. Es wäre also zu überlegen, dass man nur jeden zweiten Zug in diesem Ort halten lässt. Dann wird die Fahrzeit nicht länger. Das sollte man unbedingt mit berücksichtigen. Das ist auch ein Thema, über das wir bei der nächsten Frage noch sprechen werden.

Alle Reden von Nikolai Reith Protokoll ↗