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Carola Wolle

AfD 20.04.2023 Sitzungen 17/63

Er ist Handwerker!) Sorgen Sie dafür, dass man im Handwerk wieder anständig verdient – und Ihr Fachkräfteproblem löst sich mit der Zeit von ganz allein. Beispielsweise sollte ein Dachdecker, der 40 Jahre lang gearbeitet und immer brav in die Rentenkasse eingezahlt hat, abschlagsfrei in den wohlverdienten Ruhestand eintreten dürfen. In der Regel sind die Menschen in diesen Berufen ca. 55 bis 60 Jahre alt – und dann sind sie komplett verschlissen, sodass sie die notwendigen Arbeiten auch nicht mehr ausführen können. Eine Erhöhung des Steuerfreibetrags für junge Menschen würde ebenfalls einen weiteren Anreiz geben, um beispielsweise ein Handwerk zu erlernen. Wenn man aber einen guten Teil des eigenen Nachwuchses brachliegen lässt, dann fehlt einem dieser natürlich. Wenn man dann noch mehrere Millionen Kostgänger in dieses Land lässt, die dann nicht auf dem Arbeitsmarkt landen, dann braucht man zusätzliche Fachkräfte, um diese zu versorgen. Man braucht zusätzliche Ärzte, Lehrer, Pfleger, Verwaltungsund Behördenmitarbeiter. Man braucht aber auch mehr Handwerker – (Zuruf – Gegenruf des Abg. Dr. Uwe Hellstern AfD: Das ist der Zweck der Übung!) allein um den zusätzlich benötigten Wohnraum zu schaffen. Ich habe mir jetzt einmal die Mühe gemacht und recherchiert, wie viele Fachkräfte wir ungefähr benötigen, um ca. eine Million Menschen überhaupt zu versorgen. Das wären: 5 100 Ärzte, 9 800 Lehrer, 5 400 Erzieher, 66 000 Handwerker, 14 600 Pflegekräfte und 60 000 Angestellte im öffentlichen Dienst, also insgesamt ca. 160 000 zusätzliche Fachkräfte für jede weitere Millionenstadt, die Sie hier einwandern lassen. (Beifall bei Abgeordneten der AfD – Abg. Miguel Klauß AfD: Ja!) Reduzieren Sie daher den Bedarf an Fachkräften, indem Sie unsere Dauergäste endlich wieder zurückschicken. (Abg. Miguel Klauß AfD: Ja!) Der Krieg in Syrien ist nämlich mittlerweile vorbei. Investieren Sie in den Standort Baden-Württemberg und in den eigenen Nachwuchs. Dadurch reduzieren Sie die Abwanderung und veranlassen, dass vielleicht der eine oder andere wieder zurückkommt. Steigern Sie die Attraktivität der Berufe, in denen wir einen Mangel haben. Reden Sie nicht von der Bildungsrepublik Deutschland, sondern schaffen Sie sie! (Beifall bei der AfD) eriode – 63. Sitzung – Donnerstag, 20. April 2023 Frau Hoffmeister-Kraut, Sie haben wahrscheinlich recht: Es gibt keinen Redebedarf zum Fachkräftemangel. Aber es gibt einen Handlungsbedarf, und zwar nicht zu knapp. Auf dem Bau weiß man ganz genau: Nach fest kommt ab. Also: Kommen Sie endlich vom Reden zum Handeln. Vielen Dank. (Beifall bei der AfD)

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