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Ansgar Mayr

CDU 08.03.2023 Sitzungen 17/59

Sehr geehrter Herr Minister, das Krankenhauszukunftsgesetz sieht u. a. vor, dass der Stand der Digitalisierung der Krankenhäuser zum 30. Juni 2021 und auch zum 30. Juni 2023, also in diesem Jahr, evaluiert wird. Gibt es aus der Evaluation bereits erste Erkenntnisse für Baden-Württemberg – zur Situation im Land und im Bundesvergleich? Ich habe noch eine zweite Frage: Wie bewerten Sie, wie bewertet Ihr Haus die digitalisierungsbezogenen Investitionsbe- (Ansgar Mayr) darfe in den baden-württembergischen Krankenhäusern in den nächsten Jahren? Vielen Dank. Minister für Soziales, Gesundheit und Integration Manfred Lucha: Einen Moment, mir fehlt jetzt eine Folie, die ich verlegt habe. Wo ist sie denn? – Also, generell glaube ich, dass wir in der Digitalisierung sehr viel erreicht haben, aber das ist sicher noch nicht ausreichend. Horizontal wie vertikal benötigen wir bessere Schnittstellen. Ganz entscheidend sind vor allem die Mengen, damit wir große Datenmengen bewegen können. Ich glaube, das ist das Entscheidende. Bundesminister Lauterbach hat jetzt ja angekündigt, dass wir Ende 2024 die ePA bekommen. Ich glaube tatsächlich, dass wir da noch vorankommen müssen. Sie haben den DigitalRadar zur Evaluierung angesprochen, womit die Evaluierung des Reifegrads der Krankenhäuser hinsichtlich der Digitalisierung nach § 14b KHG zum Stichtag 30. Juni nachgewiesen werden muss. Demnach liegt der bundesweit durchschnittliche DigitalRadar-Score bei 33,3 von 100 möglichen Punkten. Die Krankenhäuser in Baden-Württemberg erreichen – juhu! – im Durchschnitt 33,4 Punkte; wir sind also ein Tausendstel besser als der Bundesdurchschnitt. (Zuruf von der AfD: Bravo!) Ich glaube, wir haben leider noch keine detaillierteren Angaben. Ich nehme einmal an, dass sich der Radar-Score von 2021 Gott sei Dank sicher verbessert haben wird – allein durch unsere Aktivitäten. Wir haben noch eine allgemeine Äußerung aus der Berichterstattung der Kliniken selbst. Ich darf zitieren: Mit Blick auf die unterschiedlichen Dimensionen erzielen die öffentlichen Krankenhäuser ... die besten Ergebnisse. Lediglich bei „Patientenpartizipation“ und „Organisatorische Steuerung und Datenmanagement“ erreichen die privaten Krankenhäuser höhere Scores. Ferner wird resümiert, ... dass die größeren Häuser auch innerhalb der Dimensionen besser abschneiden als kleinere. Ich glaube, ich darf hinzufügen: Beispielsweise solche Verbundlösungen wie jetzt der RKH-Kliniken-Holdingverbund über drei Landkreise, über viele Standorte hinweg, der ein committetes System hat, oder die, die mit ihren Partnern geschlossene Digitalisierungs- und Informationssysteme haben, schneiden da natürlich deutlich besser ab.

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