Dr. Wolfgang Reinhart
Bitte sehr. Minister für Verkehr Winfried Hermann: Vielen Dank für die Frage. – Zu den Gehschulwegen, die bereits geplant sind, haben wir leider keine ganz aktuellen Zahlen. Diese werden gerade zusammengestellt; ich kann sie noch nicht präsentieren. Deswegen muss ich jetzt auf ältere Zahlen zurückgreifen. Aber es zeigen sich bereits Unterschiede. So kann man sehen, dass die Grundschulen zu 70, 80 % einen Gehschulwegplan haben, während dies bei den weiterführenden Schulen höchstens ein Drittel sind. Die sind dabei also deutlich schlechter aufgestellt als Grundschulen. Gut, nun kann man sagen: „Bei Grundschulen ist das auch noch wichtiger“, aber ich finde, auch Kinder, die zehn, elf Jahre alt sind, müssen geschützt werden, und die sind nicht mehr an einer Grundschule. Da müssen wir nachgreifen. Bei den Radschulwegen habe ich nur allgemeine Daten; noch nicht mal jede vierte Schule hat einen Radschulwegplan. Das ist einfach zu wenig. Vielleicht kann ich an dieser Stelle eine Idee, einen Wunsch äußern: Was spricht dagegen, dass der Landtag beschließt, sich zukünftig jährlich einen Bericht über Gehschulwege und Radschulwege vorlegen zu lassen? Da sollte es um den Stand der Dinge gehen: Wie viel ist gemacht? Was sind die Gründe? Wenn Schulen wissen, dass sie darüber jährlich berichten müssen – dann wird ja auch deutlich, welche Schulen das nicht machen; das kann man alles aufzählen –, dann entfalten wir einen Druck, der der Sache vielleicht guttut.
