Elke Zimmer
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Schweickert, herzlichen Dank für die Fragen. Für die Landesregierung antworte ich wie folgt: Im Dezember wird es genau auf dieser Strecke eine neue schnelle Regionalexpressverbindung zwischen Karlsruhe und Heidelberg geben. Das heißt, jede Stunde wird hier zukünftig ein Regionalexpress fahren, der als Pendelexpress fährt und eben nicht mehr an- und abgekoppelt wird, wie das bislang der Fall war. Dieser neue, zusätzliche Zug verkehrt auf dem hoch belasteten Abschnitt zwischen Bruchsal und Heidelberg immer in der gleichen Zeitlage wie der bisherige 17b von Stuttgart über Mühlacker nach Heidelberg. Technisch können nicht beide Züge gleichzeitig fahren, sodass der bisherige RE bereits in Bruchsal endet. In Bruchsal und in Mühlacker wird es aber attraktive Anschlüsse an Express-Produkte geben. In Mühlacker wird es dann zukünftig eine wirklich gute Umsteigeverbindung zum Express-Produkt Stuttgart–Karlsruhe geben und in Bruchsal zur Strecke von Heidelberg nach Karlsruhe. Sie fragen jetzt, wie das dazu passt, dass attraktive Direktverbindungen bereits Teil der Forderungen aus der Region waren. Letztlich misst sich ein attraktives Produkt nicht nur daran, ob es eine Direktverbindung ist, sondern es ist immer ein Bündel von Maßnahmen: es ist ein dichtes Angebot, es sind günstige Tickets, es sind attraktive Fahrzeiten, es sind moderne Fahrzeuge, und Direktverbindungen sind ebenfalls ein Teil davon. Nicht immer können alle diese Aspekte gleichzeitig berücksichtigt werden. Aus dem Enzkreis gab es in den letzten Jahren immer wieder Rufe nach Verbesserungen. Es gab Klagen über die Betriebsqualität. Es gab viele gemeinsame Runden – ich glaube, das wissen Sie auch –, an denen die Landkreise beteiligt waren und in denen man gemeinsam versucht hat, Lösungen für die ganze Region zu entwickeln. Lösungen für eine ganze Region zu entwickeln hat sich aber tatsächlich als schwierig herausgestellt. Was nämlich für den einen vielleicht gut ist, ist für den anderen wiederum eine Beeinträchtigung. Deswegen war es immer schwierig, Lösungen zu finden. Eine Lösung war tatsächlich dieser RE gewesen, der eben abgekoppelt wird, damit dann ein Zugteil von Mühlacker weiter nach Heidelberg fährt, während der andere Zugteil nach Pforzheim fährt. Dieses An- und Abkoppeln hat aber zu vielen Verspätungen geführt, weil die Prozedur einfach störanfällig war. Daher gibt es jetzt die Idee, mit einer umsteigefreien Verbindung diese Prozeduren zu verringern und insgesamt ein System zu schaffen, das stabiler und stärker ist, um für die meisten Fahrgäste eine Verbesserung zu erreichen. (Staatssekretärin Elke Zimmer) Wir befinden uns letztlich auch in einer Zwischenzeit bis zur Inbetriebnahme von Stuttgart 21. Im Jahr 2025 wird das System sowieso noch einmal neu geregelt, und auch die Korridore werden noch einmal neu gefasst. Insofern sind wir jetzt in einer Zwischenphase. Das ist der Versuch, eine Situation, die zu vielen Klagen geführt hat, zu verbessern und das Angebot qualitativ hochwertiger und besser zu machen. Ich denke, wir müssen uns das einfach anschauen. Wenn wir dann nach dem Fahrplanwechsel im März, April sehen, es funktioniert tatsächlich mit diesen Umsteigezeiten, wir erreichen das Ziel, das wir uns gesetzt haben, dann, denke ich, haben wir insgesamt – hoffentlich – eine Verbesserung für die meisten Fahrgäste erreicht.
