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Dr. Hans-Ulrich Rülke

FDP 13.10.2022 Sitzungen 17/47

Frau Präsidentin, mit Verlaub, ich habe nichts behauptet, ich habe nur eine Frage gestellt. (Lachen bei der AfD – Abg. Carola Wolle AfD: Eine Suggestivfrage! – Abg. Udo Stein AfD: Aber Sie ha- ben meine nicht wirklich beantwortet!) Der Kollege kann ja antworten. 200 Milliarden € zur Verfügung zu stellen, um die Preise zu begrenzen, ist durchaus darstellbar. Aber auf der anderen Seite müssen wir uns auch um die Angebotsausweitung kümmern. Genau das fehlt an dieser Stelle. Denn Sie können nicht nur immer neues Geld auf das Problem draufschmeißen und das Symptom kurieren, sondern Sie müssen sich auch die Frage stellen: Wie können wir das Angebot ausweiten? Da darf man nicht einfach auf die Kernkraftwerke verzichten. Man darf auch nicht zum Tabu erklären, dass wir etwa 2 Billionen m3 Schiefergas haben, das man mit Fracking heben könnte. Das erklären Sie zum Tabu, aber Sie haben kein Problem damit, das Frackinggas aus Übersee zu importieren. Auch das ist eine scheinheilige Politik, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FDP/DVP) Deshalb darf man nicht erklären: „Wir haben Energiemangel“ und dann einfach auf Windräder setzen dort, wo kein Wind weht. Das erinnert an die Schildbürger, die irgendwann einmal Salzmangel hatten und dann beschlossen haben, das Salz, sie noch hatten, auf die Felder zu streuen, auf dass neues Salz nachwachse. Am Ende haben sie dann Brennnesseln geerntet, meine Damen und Herren. (Beifall der Abg. Carola Wolle AfD) Das ist dieselbe Strategie. (Zurufe der Abg. Daniel Lede Abal GRÜNE und An- ton Baron AfD) Dass das nicht funktioniert, sieht man ja. Sie nehmen sich tausend Windräder vor und liefern dann fünf. Das zeigt, dass diese Strategie nicht funktioniert. Da sollten Sie sich Napoleon zum Vorbild nehmen, der einmal gesagt hat: Wenn man schon Dummheiten macht, so sollten die wenigstens gelingen. (Vereinzelt Heiterkeit) Herzlichen Dank. (Beifall bei der FDP/DVP)

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