Andreas Schwarz
Frau Ministerin, würden Sie mir zustimmen, dass es gerade in den Zeiten, in denen wir heute leben, extrem wichtig ist, neben den wirtschafts- und forschungspolitischen Themen „Künstliche Intelligenz“, Gesundheitswirtschaft, „Neue Mobilität“ auch den Jugendaustausch zu fördern? Würden Sie mir zustimmen, dass deswegen ein kulturelles Programm und eine Begegnung mit jungen Menschen, gerade eine Begegnung am Goethe-Institut, sehr wichtig sind, um die deutsch-amerikanischen Beziehungen zu verbessern, und dass das im Grunde im Vordergrund stehen muss und nicht das Klein-Klein der SPD? (Zuruf des Abg. Sascha Binder SPD) Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Petra Olschowski: Vielen Dank, Herr Fraktionsvorsitzender. – Ich habe einen Punkt der vorherigen Frage nicht beantwortet. Auf diesen möchte ich jetzt noch mal zu sprechen kommen. (Abg. Sascha Binder SPD: Beide Punkte!) Wie Sie wissen, sind Fotos Ausschnitte von Veranstaltungen. Die Menschen, die da waren, haben natürlich gern sich selbst und diejenigen, die sie kannten, fotografiert. Natürlich waren bei dieser Abendveranstaltung auch Gäste, die nicht der Delegation angehörten. Es waren auch junge Leute da. Das war aber nicht die Mehrheit. Diese Abendveranstaltung hat sich sicherlich in diesem Fall mehrheitlich an politische Entscheider gerichtet, die für den Jugendaustausch, um den es in Zukunft gehen soll, die Basis legen sollen. Wer nicht am Buffet stand und nicht getrunken hat, sondern wie ich dem Podiumsgespräch zugehört hat, der hat davon durchaus jede Menge inhaltliche Impulse für ein Jugendprogramm – was dafür notwendig ist, was es braucht und was es an Community und Ausstrahlung bringen kann – mitgenommen. Das muss ich hier ganz klar sagen. Natürlich sind gerade in dieser Zeit ein solches Programm und das Thema Jugendaustausch, auch gerade der transatlantische Jugendaustausch, von enorm großer Bedeutung. Uns besorgt es eher – das kann ich jetzt auch für das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sagen –, wenn in den USA das Interesse an unseren Angeboten und unseren Programmen nicht mehr so groß ist, wie es einmal war. Ich glaube, es ist extrem wichtig, dass wir nicht nur die Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus unserem Land in die USA schicken, sondern dass die Menschen aus den USA, aus Kalifornien auch hierherkommen. Das ist die Basis für eine Friedensicherung und die künftige Zusammenarbeit auf allen Feldern. (Beifall bei den Grünen – Vereinzelt Beifall bei der CDU)
