Siegfried Lorek
Besten Dank für die Nachfrage, Herr Lede Abal. – Wir haben die ausländerrechtliche Situation, dass die Stadt- und Landkreise direkt zuständig gewesen wären. Aber wir haben in engem Schulterschluss mit den Stadt- und Landkreisen am Anfang die Registrierung mit übernommen, soweit wir konnten. Das heißt, wir haben unsere Kapazitäten nahezu verdoppelt. Wir hatten im Februar eine Regelkapazität in den Landeserstaufnahmeeinrichtungen von 6 270 Plätzen. Seit Februar ist die Kapazität um 5 410 auf jetzt insgesamt 11 680 Plätze gewachsen. Wir hatten zwischendurch sogar noch weitere Unterkünfte, gerade Messehallen, die wir dann wieder abgeben mussten. Das heißt, wir haben beim Aufbau von Kapazitäten massiv unterstützt. Ein zweiter Punkt war die Registrierung der Menschen, die direkt in der Fläche ankamen. Wir hatten insbesondere am Anfang von Putins Krieg in der Ukraine viele Zugänge von Menschen, die direkt irgendwo vor Ort unterkamen. Die kamen dann natürlich nicht über das Ankunftszentrum Heidelberg oder die Landeserstaufnahmestellen. Daher gab es dort natürlich auch keine Registrierung, sondern vor Ort. Auch hier haben wir, das Land, unterstützt. Ein großer Dank gilt hier insbesondere auch der Landespolizei, den Behörden vor Ort, die gemeinsam mit der Landespolizei Menschen registriert haben. Das war auch extrem wichtig, natürlich aus Sicherheitsgründen, für uns – Identifizierung –, aber auch für die Menschen für den Leistungsbezug.
