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Daniel Born

01.06.2022 Sitzungen 17/39

Also, Sie lassen die Zwi­ schenfrage nicht zu. Dann fahren Sie bitte fort. Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauk: Meine Damen und Herren, noch ein­ mal zu der Entwicklung, über die ich gesprochen habe: Die Zahl der Nebenerwerbswinzer nimmt ab. Das zeichnet sich nicht nur bei uns ab, sondern das ist eine gesamtgesellschafts­ politische Entwicklung, die auch in Deutschland generell vor­ handen ist. Insofern, meine ich, ist das weder ein Neuigkeits­ wert noch eine Entwicklung, die sich nur auf den Weinbau be­ zieht. Die betriebswirtschaftliche Situation der baden-württember­ gischen Weinbaubetriebe schwankte in den letzten zehn Jah­ ren beträchtlich. Hauptursache dafür sind Extremwetterereig­ nisse wie Hagel oder Spätfrost, aber auch durch den Klima­ wandel bedingte Auswirkungen wie beispielsweise Sommer­ trockenheit oder anhaltende Niederschläge. Die Sommertro­ ckenheit spielt gerade bei Neuanpflanzungen eine erhebliche Rolle. (Minister Peter Hauk) Aber auch beim Klimawandel, meine verehrten – – Nein. Mei­ ne Kollegen von der AfD, (Lachen und Beifall bei Abgeordneten der AfD) auch den Klimawandel leugnen Sie ja. Auch da muss man sa­ gen: Das wollen Sie auch nicht wahrhaben, dass der Klima­ wandel anthropogen – – (Widerspruch bei der AfD) – Meine Damen und Herren, wer den Klimawandel leugnet, der wird weder Rezepte dagegen entwickeln noch die Folgen für die Bewirtschafter lindern – um das einmal klar zu sagen. (Beifall bei Abgeordneten der CDU – Vereinzelt Bei­ fall bei den Grünen – Abg. Dr. Uwe Hellstern AfD: Ist in Italien das Klima zu warm? Warum wächst da so viel?) Für uns ist deshalb eindeutig und klar: Wir brauchen natürlich Investitionsförderungsprogramme, z. B. für die Bewässerung bei Neuanlagen. Wir brauchen auch Maßnahmen der Risiko­ absicherung gegen den Klimawandel – (Zuruf des Abg. Reinhold Pix GRÜNE) Stichwort „Hagel- und Frostschutzversicherungen“. Wir sind bundesweit die Pioniere und die Vorreiter, indem wir ein sol­ ches Instrument eingeführt haben. Wir geben derzeit allein über 5 Millionen € dafür aus. Das ist, denke ich, gutes, klu­ ges staatliches Handeln, wo Geld gut eingesetzt wird und wo staatlich­private Initiativen gemeinsam geschultert werden. Der Klimawandel, die Klimafolgen werden gemeinsam ge­ schultert: 50 % der Versicherungsprämien zahlt das Land, 50 % zahlen die Winzer. Einerseits bleibt damit ein hohes Ei­ geninteresse, sich zu versichern, und andererseits bleiben die Winzer nicht allein auf den Kosten sitzen. Das nenne ich ver­ antwortungsvolle Politik. (Beifall bei Abgeordneten der CDU und des Abg. Reinhold Pix GRÜNE) Deshalb, lieber Kollege Hoher: Von Verantwortungslosigkeit kann keine Rede sein.

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