Daniel Born
Also, Sie lassen die Zwi schenfrage nicht zu. Dann fahren Sie bitte fort. Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauk: Meine Damen und Herren, noch ein mal zu der Entwicklung, über die ich gesprochen habe: Die Zahl der Nebenerwerbswinzer nimmt ab. Das zeichnet sich nicht nur bei uns ab, sondern das ist eine gesamtgesellschafts politische Entwicklung, die auch in Deutschland generell vor handen ist. Insofern, meine ich, ist das weder ein Neuigkeits wert noch eine Entwicklung, die sich nur auf den Weinbau be zieht. Die betriebswirtschaftliche Situation der baden-württember gischen Weinbaubetriebe schwankte in den letzten zehn Jah ren beträchtlich. Hauptursache dafür sind Extremwetterereig nisse wie Hagel oder Spätfrost, aber auch durch den Klima wandel bedingte Auswirkungen wie beispielsweise Sommer trockenheit oder anhaltende Niederschläge. Die Sommertro ckenheit spielt gerade bei Neuanpflanzungen eine erhebliche Rolle. (Minister Peter Hauk) Aber auch beim Klimawandel, meine verehrten – – Nein. Mei ne Kollegen von der AfD, (Lachen und Beifall bei Abgeordneten der AfD) auch den Klimawandel leugnen Sie ja. Auch da muss man sa gen: Das wollen Sie auch nicht wahrhaben, dass der Klima wandel anthropogen – – (Widerspruch bei der AfD) – Meine Damen und Herren, wer den Klimawandel leugnet, der wird weder Rezepte dagegen entwickeln noch die Folgen für die Bewirtschafter lindern – um das einmal klar zu sagen. (Beifall bei Abgeordneten der CDU – Vereinzelt Bei fall bei den Grünen – Abg. Dr. Uwe Hellstern AfD: Ist in Italien das Klima zu warm? Warum wächst da so viel?) Für uns ist deshalb eindeutig und klar: Wir brauchen natürlich Investitionsförderungsprogramme, z. B. für die Bewässerung bei Neuanlagen. Wir brauchen auch Maßnahmen der Risiko absicherung gegen den Klimawandel – (Zuruf des Abg. Reinhold Pix GRÜNE) Stichwort „Hagel- und Frostschutzversicherungen“. Wir sind bundesweit die Pioniere und die Vorreiter, indem wir ein sol ches Instrument eingeführt haben. Wir geben derzeit allein über 5 Millionen € dafür aus. Das ist, denke ich, gutes, klu ges staatliches Handeln, wo Geld gut eingesetzt wird und wo staatlichprivate Initiativen gemeinsam geschultert werden. Der Klimawandel, die Klimafolgen werden gemeinsam ge schultert: 50 % der Versicherungsprämien zahlt das Land, 50 % zahlen die Winzer. Einerseits bleibt damit ein hohes Ei geninteresse, sich zu versichern, und andererseits bleiben die Winzer nicht allein auf den Kosten sitzen. Das nenne ich ver antwortungsvolle Politik. (Beifall bei Abgeordneten der CDU und des Abg. Reinhold Pix GRÜNE) Deshalb, lieber Kollege Hoher: Von Verantwortungslosigkeit kann keine Rede sein.
