Dr. Stefan Fulst-Blei
Frau Kollegin Boser, darum geht es mir nicht. Ich bin der Meinung, dass Sie zu wenig vorangekommen sind. Das ist das, was wir anmahnen. Die Wahrheit wird sich im Herbst zeigen, wenn es dann wieder zu der besonderen Situation mit Fernlernunterricht – was wir im Haus alle nicht hoffen – kommt. Dann werden wir im Grunde schauen müssen, wie gut das Ganze funktioniert. Meine Grundsatzkritik – das ist meine Rolle in der Opposition – ist, dass eine Lösung noch immer massiv überfällig ist, gerade was das Thema Dienst-E-Mail angeht. Über das, was Sie beschrieben haben, haben wir in Teilen schon vor über einem Jahr noch mit Frau Kultusministerin Eisenmann diskutiert. Sie kommen mir da zu wenig voran. Der zweite Punkt, ganz kurz: Sie stellen sich hier heute hin und sagen, es sei alles in Butter, weil die Schüler besser geworden seien. Ich glaube, dass Sie selbst nicht daran glauben. Nach zwei Jahren Pandemie mit viel Unterrichtsausfall wäre das schon sehr merkwürdig. Sie müssen anerkennen, dass sich die Schüler im Grunde dadurch, dass die Evaluation ein halbes Jahr später stattgefunden hat, weiterentwickelt haben, in Teilen mehr Unterricht aufgeholt werden konnte und dass das überhaupt nicht vergleichbar ist. (Dr. Stefan Fulst-Blei) Wenn Sie mit der Botschaft rausgehen und sagen: „Es ist alles in Butter; unsere Schüler sind besser geworden“, dann wundert es mich nicht, dass Ihre Kultusministerin nicht in der Lage ist, in Ihrer Koalition für die Schülerinnen und Schüler notwendige Stellen für die Krankheitsvertretung durchzusetzen. (Beifall bei der SPD)
